Bremen Kurfürsten-Allee
Die Ampelanlagen ermöglichen Fußgängern einen leichteren Überquerung der Fahrbahn, als über die bisherigen steilen Brücken.
Das Konzept der Ampelanlagen auf der Kurfürsten-Allee und der Richard-Boljahn Allee sorgte für viel Kritik. Bremens noch amtierender Verkehrssenator Reinhard Loske lies die Ampelanlagen in Bremen an mehreren Stellen auf der Strecke zwischen Schwachhauser Heerstraße und Oberneuland errichten, um Passanten einen leichteren Übergang über die vierspurige Fahrbahn zu ermöglichen, die vorher über steile Fußgängerbrücken gehen oder mit dem Rollstuhl fahren mussten. Der ADAC hat die Ergebnisse seiner Studie zu den Ampeln veröffentlicht. Unser Reporter Achim Winkelmann kennt die Details.
ADAC-Studie: Ampelkonzept auf der Kurfürsten-Allee in Bremen, [4:40]
Achim Winkelmann im Gespräch mit Moderator Norbert Kuntze
Die vielen Stopps nerven Autofahrer auf den Alleen Richtung Oberneuland. Einige Anwohner sagten unserem Reporter, dass die Lärmbelastung durch die Ampeln zugenommen habe. Das häufige Anhalten und Anfahren der Autos an den Verkehrszeichen sei hierfür der Grund, sagten die Befragten. Außerdem würden die Ampeln Staus produzieren und seien viel zu teuer in der Anschaffung und Errichtung gewesen, sagten Kritiker. Von den vorgeworfenen 500.000 Euro, stellte sich aber ein realer Preis von circa 220.000 Euro heraus.
Der ADAC ging diesen und anderen Kritiken mit einer eigenen Studie nach und maß an drei Werktagen von 7 bis 19 Uhr. Hierbei ermittelte der Automobilklub, dass die neuen Ampelanlagen einen Mehrverbrauch von 160.000 Litern Kraftstoff im Jahr verursachen würden. Es gebe ein höheres Schadstoffaufkommen von 300 Tonnen CO2 und Feinstaub im Jahr.
Der Klub zählte durchschnittlich 10.000 Stopps an den Ampeln in der Allee. Dabei würden sich Autos vor den Stopp-Streifen stauen.
Das Amt für Straßen und Verkehr zeigte sich interessiert an der Studie, werde als Resultat aber nicht die Ampeln wieder abbauen, wie es der ADAC forderte, sondern die Schaltung und Taktung der Anlagen optimieren. Die Fußgänger werden sich danach wohl auf geringfügig längere Wartezeiten auf die Freigabe einstellen müssen, sagte Martin Strellmann vom ASV. Das Amt ist als nachgeordnete Dienststelle des Senators für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa verantwortlich für die 580 Lichtanlagen in Bremen.
Info: Buntes
![Storch im Nest am Haus der Dettmanns in Oberhammelwarden bei Elsfleth [Quelle: Radio Bremen, Foto: Janine Horsch] Storch im Nest am Haus der Dettmanns in Oberhammelwarden bei Elsfleth [Quelle: Radio Bremen, Foto: Janine Horsch]](/bremeneins/buntes/storcheneltern102_v-mediateaser.jpg)
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