Hilfe für Kriegsopfer
Hilfe für Kinder aus Kriegsgebieten, diesem Motto hat sich das Diakoniekrankenhaus in Rotenburg an der Wümme verschrieben. Die Kinder werden dort kostenlos medizinisch versorgt und so lange behandelt, bis sie in ihrer Heimat ein selbstständiges Leben führen können. Unsere Reporterin Mirjam Steger stellt das Projekt vor.
Teresa und Cipriana kommen aus einem Land, in dem jahrzehntelang Bürgerkrieg herrschte
Krankenhaus behandelt Kinder aus Kriegsgebieten, [3:12]
Mirjam Steger war in Rotenburg an der Wümme
Das Diakoniekrankenhaus hält immer zwei Betten für kranke Kinder aus Krisenregionen frei. Seit einigen Jahren kommen die Kinder über die Organisationen "Friedensdorf International e.V." und "Ärzte gegen den Atomkrieg" (IPPNW) aus den Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt in das Diakoniekrankenhaus.
Reporterin Mirjam Steger hat die beiden Mädchen getroffen, die zurzeit in Rotenburg behandelt werden. Die zehnjährige Teresa hat zwei lange Narben an ihren Unterarmen. Vor dreieinhalb Monaten kam Teresa mit einer chronischen Knochenentzündung aus Angola nach Rotenburg. Sie sei hingefallen, sagte sie unserer Reporterin. Doch Metallsplitter im Körper lassen auf Schussverletzungen schließen. Teresa und Cipriana kommen aus einem Land, in dem jahrzehntelang Bürgerkrieg herrschte. Hier in Deutschland wurden die Mädchen endlich behandelt.
Wir spielen, gehen spazieren, lernen, schwierige Wörter zu schreiben, sagen die beiden jungen Patientinnen. Ohne die medizinische Versorgung in Deutschland hätte es schlecht ausgesehen für die Kinder. Denn wird eine Knocheninfektion nicht versorgt, kann es zum Verlust von Arm oder Bein führen, in manchen Fällen endet es sogar tödlich, sagt Michael Schulte, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie im Diakoniekrankenhaus in Rotenburg.
Für die Behandlung in Europa werden nur Kinder ausgewählt, die ohne entsprechende medizinische Hilfe dort entweder sterben würden oder so derartig invalidisiert würden, dass sie ein eigenständiges Leben nicht führen können, sagt der Chirurg. Es gibt in diesen Ländern keine Systeme, die sich für Schwerstbehinderte zuständig fühlen, das heißt, eine schwere Behinderung ist in diesen Ländern mit dem Tod vergesellschaftet. Denn spätestens, wenn die Eltern tot sind, würde niemand diese Zuständigkeit übernehmen, erklärt Schulte.
Seit elf Jahren bereits kümmert sich das Diakoniekrankenhaus in Rotenburg um verletzte Kinder aus Kriegsgebieten wie Afghanistan, Iran oder Angola. Ärzte und Pflegerinnen arbeiten ehrenamtlich, Medikamente werden von Spenden gekauft. Die Bereitschaft, für die kranken Kinder vor Ort etwas zu spenden und auch zu tun, ist groß. Schulen und Vereine veranstalten Basare zugunsten der Kinder. Für das konkrete Projekt ist es leichter Gelder zu ermöglichen, als über allgemeine Aufrufe.
Die Hilfe für die Kinder geht aber noch über das rein medizinische Engagement hinaus. Sie werden täglich von Ehrenamtlichen betreut. Meist sprechen diese die Sprache der Kinder, wie Kerstin Becker, die seit mehr als drei Monaten die beiden Mädchen fast täglich besucht und fließend portugiesisch spricht. Vieles sei gänzlich neu gewesen für die beiden, erzählt die Altenpflegerin.
Bald fliegen Teresa und Cipriana nach Angola zurück. Geheilt und ohne Schmerzen. Sie freuen sich auf ihre Eltern und Geschwister, sagen sie und wünschen sich vor allem eines – Gesundheit.
Info: Buntes
![Storch im Nest am Haus der Dettmanns in Oberhammelwarden bei Elsfleth [Quelle: Radio Bremen, Janine Horsch] Storch im Nest am Haus der Dettmanns in Oberhammelwarden bei Elsfleth [Quelle: Radio Bremen, Janine Horsch]](/bremeneins/buntes/storcheneltern102_v-mediateaser.jpg)
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