Erfolgreiche Wiederansiedelung
Früher gab es in der Wümme und der Ochtum noch richtig viele Fische: Meerforellen und Lachse zum Beispiel. Doch etwa um 1925 sind sie hier ausgestorben – zu viele Stauwehre wurden gebaut und die Flüsse begradigt. Dadurch konnten die Fische nicht mehr hochwandern. Anfang der 80er Jahre wollten engagierte Angler das wieder ändern und starteten das "Meerforellenwiederansiedelungsprojekt". Mittlerweile hat es sich  zu einer echten Erfolgsgeschichte des Fischarten- und Gewässerschutzes entwickelt. Anke Wiebersiek war für uns vor Ort und hat mit den Naturschützern im Wümmegebiet gesprochen.
Meerforellen zurück in Wümme und Ochtum, [2:44]
Ein Beitrag von Anke Wiebersiek
Jens Engelken, der Leiter des Wiederansiedelungsprojekts, hat sich sehr gefreut, als er die ersten gelaichten Fische sah. Seit vielen Jahren kämpft er gemeinsam mit anderen Ehrenamtlichen aus den Angelvereinen im oberen Gebiet der Wümme um die Rückkehr der Fische. In der Ruschwede, einem kleinen Fließgewässer irgendwo zwischen Hamburg und Bremen, zeigt der Angler stolz auf die Laichplätze der Fische. Nachdem die Fische dort schlüpften und zu einer gewissen Größe herangewachsen sind, wandern sie in die Nordsee und kommen dann oft schon nach einem Jahr an ihren genauen Ursprungsort zurück.
Iin einer Meerforellenbrutanlage haben Jens Engelken und seine Mitstreiter jahrelang in einer die Tiere aufgezogen und dann ausgesetzt. Doch sie mussten noch mehr tun: Die Gewässer sind renaturiert worden, indem zum Beispiel stein- und kiesreiche Bachsohlen wieder hergestellt wurden. Die Naturschützer mussten sich mit den Behörden auseinandersetzen und die Ämter davon überzeugen, keine Bagger in den Flussläufen einzusetzen und so die Sohle der Gewässer zu schonen.
Der Einsatz hat sich gelohnt: Für ihr Engagement hat die Gruppe eine Auszeichnung erhalten. Ralf Gerken, Gewässerwart beim Angelverein Lauenbrück sieht das Projekt schon als erfolgreich, denn jährlich kommen etwa 500 Fische zum Laichen zurück und davon profitieren auch andere Tierarten in der Region.
Info: Buntes
![Storch im Nest am Haus der Dettmanns in Oberhammelwarden bei Elsfleth [Quelle: Radio Bremen, Foto: Janine Horsch] Storch im Nest am Haus der Dettmanns in Oberhammelwarden bei Elsfleth [Quelle: Radio Bremen, Foto: Janine Horsch]](/bremeneins/buntes/storcheneltern102_v-mediateaser.jpg)
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