Geschichten und Lieblingsmusik aus ihrer Jugendzeit
Sehr geehrte Damen und Herrn, unsere Lieblings Disco war das Burger Landhaus in der Gramkermoorer Landstraße ,das ja leider abgebrannt ist. Dort haben wir vor allen Die beste Bremer Band gesehen die Yankes aber auch die Ur-Rattles mit Achm Reichel sowie Lee Curtis,die Liverbirds,die Germans ,die Lords,King Size Taylor,und noch einige andere. Dort habe ich auch meine Frau kennen und lieben gelernt und wir sind heute noch verheiratet. Und ich habe noch die Musik au der guten Alten Zeit. Mit freundlichen Grüßen, Reinhard Heuer
Liebes Bremen-1-Team, als Ostfriesen von der Norder Kante fuhren wir selbstverständlich jeden Freitag und Sonnabendabend "nach Meta". Etwas anderes kam kaum in Frage, schließlich bezahlte man bei Meta keinen Eintritt. Es gab natürlich umgekehrt auch Leute, die nie einen Fuß in das Haus direkt am Deich gesetzt hätten - schließlich wurden da ja Drogen verkauft. Auch bei vielen Eltern herrschte die Vorstellung, dass man als liebes Kind da reinging und als Junkie wieder herauskam. Das war aber übertrieben: Außer gewissen Düften habe ich davon nie etwas mitbekommen. Mein Vater bestand anfangs darauf, meine Freundin und mich persönlich dort abzuliefern und wieder abzuholen. Kurz vor der verabredeten Zeit tauchte der "Alte" plötzlich mit einem Freund, der in Norddeich wohnte, dort auf - wie peinlich. Anschließend war er eher belustigt und wunderte sich, dass man sich freiwillig einem solchen Krach und solchem Mief aussetzte. Er hat mich nicht mehr oft da hingefahren, irgendwann hatten genug Kumpel einen Führerschein, und mehrfach kam ich auf die bekloppte Idee, die 15 Kilometer nach Norddeich auf dem Fahrrad zurückzulegen und kam dann im Morgengrauen todmüde zu Hause an.
Meta-Mucke - dieser Genrebegriff ist in Ostfriesland noch immer vielen ein Begriff. Von 10 bis Mitternacht war leichte Kost zu hören, Police, Peter Gabriel, Fischer Z - was damals so im Schwange war. Nach Mitternacht zog der Level meist an, vor allem wenn Sven Rogall selbst auflegte. Led Zeppelin "Whole lotta love", "Stranglehold" von Ted Nugent, "Low spark & high heeled Boys" von Traffic, Stücke von Cream, Mountain oder Livin Blues leiteten ein, dann wurde bis zum frühen Morgen der Riemen auf die Orgel geworfen: "Friends" vom Live-Album von Atlantis (mit Inga Rumpf), "Borderline" von The Greatest Show on Earth, "Your city is falling" oder "I couldn't write and tell you" von If, "Viva mi sevilla" von Carmen und dann, meist nach 2 Uhr, die ellenlangen Live-Stücke von Jimi Hendrix: "Voodoo Chile", "Who knows" und "Purple Haze" - das war einfach die Krönung. Diese Platten liebe ich bis heute, dank des Remasterings des Labels Repertoire klingen sie sogar noch besser als von den knisterigen Platten, die in Metas "Waterkant" schon manche Schlacht mitgemacht hatten. Das Gefühl von damals kann man nicht zurückholen. Schließlich würde man seine Bude nicht mit alten Fischernetzen und geflämmtem Holz dekorieren wollen. Wir befanden uns zwar am Ende der 70er/Anfang 80er, aber Leute mit Popper-Frisur und Karottenhosen suchte man bei Meta vergeblich. Eher trug man Freak-Klamotten, doch meist die Uniform aus geflickten Jeans, Turnschuhen und T-Shirt und Karohemd. Als ich Jahre später Bilder von Kurt Cobain sah, erinnerte der Typ mich schwer an Metazeiten.
Meta selbst hat mein Frauenleben nachhaltig geprägt. Sie war ganz anders als unsere gleichaltrigen Mütter. Mit 60+ trug sie enge Leder-Miniröcke und Stiefel und zeigte ein zerknittertes Dekolletee, ohne peinlich zu wirken. Auf die Performance kommt es eben an. Meta ließ sich von niemandem was vormachen. Ich habe gesehen, wie sie mal einem Schranktypen in Motorradklamotten den Charly, über den er sich bei ihr lautstark beschwert hatte, einfach ins Gesicht kippte. Heute würde es vermutlich zu einer Schlägerei kommen, aber Meta flößte ihm so viel Respekt ein, dass er sich entschuldigt und getrollt hat.
Von Tanzen konnte leider keine Rede sein, die Tanzfläche war kaum größer als mein Zimmer zu Hause. Man schüttelte die langen Haare und das Knie, die Mädels wackelten mit allem, was ihnen dazu zur Verfügung stand. Die Lichtanlage war super, ich habe selten eine stimmiger ausgeleuchtete Tanzfläche gesehen. Bei Tageslicht hätte man den versifften Schuppen mit seinen uralten Teppichen, die in vier oder fünf Lagen übereinander lagen, und den Sofas, die aussahen wie vom Sperrmüll, auch nicht sehen wollen.
Meta war unerreichbar, aber wenn wir mal was anderes machen wollten, dann fuhren wir zum Old Inn in Aurich, Holtenpoort in Emden oder Milieu in Warsingsfehn, die kamen Meta am nächsten. Als ich in Osnabrück studiert habe, war der Circus Hyde Park erste Adresse und ein Club in der Innenstadt, ich glaube, der hieß Exil, da tanzten britische Soldaten zu Ska, die tatsächlich zu große Dinner-Anzüge und Schuhe mit Schachbrettmuster trugen. Diese Aktion finde ich gut, bitte mehr davon. Liebe Grüße, Karin
Liebes Bremen-Eins-Team,
nehmt Ihr auch noch eine Disco-Geschichte, die schon in den frühen 90igern spielt? Ist ja immerhin auch schon 20 Jahre her und unsere Geschichte ist doch sooooo schöööön! Das "Inflagranti" war in Delmenhorst die angesagte und sehr gepflegte Adresse für eingefleischte Disco-Gänger. Im "Inflagranti" legte man stets Wert auf gute Kleidung: Turnschuhe waren verpönt, in Jeans kamen die Männer gar nicht erst rein. Dort habe ich 1992 meinen Mann (näher …) kennengelernt! Das "inflagranti" richtete eine Silvester-Party aus. Ralf hatte schon recht früh 2 Karten für seinen Bruder und sich gekauft. Die beiden waren dort schon vor meiner Zeit Stammgäste.
Dann haben wir uns "dummerweise" eine Woche vor Silvester kennengelernt und so brauchte er noch schnell eine 3. Karte. Hat geklappt – Gott sei Dank! J So richtig gefunkt hat es dann zwischen meinem Mann und mir kurz nach Mitternacht auf der Tanzfläche: Als nach "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins" und der "Blauen Donau" alles wie verrückt gewalzert hat. Im "Inflagranti" wurde zwischen den "normalen" Disco-Runden auch gerne mal eine Discofox-Runde eingeschoben! Und wir beide, als eingefleischte "Tänzer", haben natürlich keinen Discofox ausgelassen!
Dann konnte man wieder nach den aktuellen Hits "abhotten". So haben wir danach noch viele Samstagabende (im) "Inflagranti" ;-) verbracht! Leider wurde die Disco dann irgendwann aus (uns) unerfindlichen Gründen geschlossen. Wirklich schade, denn es gab dann keinen richtigen Ersatz mehr dafür! Der Hit von damals, der uns (leider nur noch sehr selten im Radio) an unsere tolle Zeit erinnert, ist "What is love” von Haddaway. Aber auch "It’s my life" von Dr. Alban oder "Please don’t go” von Double U lässt uns gerne und etwas wehmütig an die schöne "Inflagranti-Zeit" zurückdenken! Leider gibt es keine Fotos von uns damals, aber die Eintrittskarten haben wir aufgehoben! Ein Scan liegt bei. Übrigens: 1994 haben wir uns verlobt, 1996 geheiratet, habe bis heute einige Schuhpaare durchtanzt und sind immer noch sehr glücklich zusammen!
Herzliche Grüße von Eurer Hörerin,
Monika Bendix
Das "Mythos" in Falkenburg! Viele Wochenenden verbrachte ich Anfang bis Mitte der 80er Jahre in der Diskothek Mythos in Falkenburg (an der alten B75 von Bremen nach Oldenburg). Zeitweise habe ich selber dort hinter der Theke gearbeitet und viele nette Kontakte gehabt. In Erinnerung ist mir auch noch der damalige Besitzer Arthur, der immer Canadian Club trank. Leider brannte die Disko, die in früheren Zeiten auch ein Bordell war, irgendwann ab. Mein Musikwunsch aus der Zeit: The Faith Healer von Alex Harvey. Viele Grüße, Christina B.
Hallo! Leider las ich erst eben von eurer tollen Aktion!
Den "Club Europa" in Rotenburg hab ich 1975 (verbotener Weise) mit 15 kennen gelernt... Der hatte schon ab 15 Uhr auf und ich erinnere mich, dass sie dort immer "George McCrae - Rock Your Baby" gespielt haben. 1979 wohnte ich dann in Bremen und das "Maschinenhaus" -Auf den Höfen - war mein 2. Zuhause.. Ich hatte zu der Zeit eine Beziehung mit einem Angestellten dort und der wohnte auch direkt nebenan über dem "Griechen"...
Sämtliche Bewohner & Wirte "Auf den Höfen" waren eine große Familie... Hilmar aus der Destille, der Italiener Giovanni, der "Köbes" hinten in der Ecke und nicht zu vergessen vorn der Jazz-Club.... Eine unvergeßliche Zeit.... Sicher waren wir auch mal in der Lila Eule oder im Why Not - auch im Stubu in der Ostendorpstraße- aber das Maschinenhaus - später Birdland- war einfach unser Laden.
David Bowie (Heroes)
Meatloaf (Paradise by the Dashboard Light)
Birth Control (Gamma Ray)
Manfred Mann's Earth Band
und -zig andere tolle Bands & Platten haben wir dort immer wieder gehört... Und die DJ's "Wolle", "Sunny" & Mike haben sich dann 1981 sogar dazu hinreißen lassen, die erste NDW- Single zu spielen: Trio (Da da da) - wobei das nicht die typische Musik für den Laden war.
Was geblieben ist aus der tollen Zeit sind ein paar Fotos, unter anderem dieses hier von DJ Wolle (ich hab es damals selber fotografiert, aber ihn auch seit 1982 nicht mehr gesehen, so kann ich ihn nicht fragen, ob er mit der Veröffentlichung einverstanden wäre.) Ich vermute, er hätte nichts dagegen. Auf älteren Fotos sieht man ja bekanntlich immer viel jünger aus. ;)
Ich freu mich auf die Sendung! Mit lieben Grüßen, Margret Danker - jetzt wieder Rotenburgerin
Info: Buntes
![Storch im Nest am Haus der Dettmanns in Oberhammelwarden bei Elsfleth [Quelle: Radio Bremen, Janine Horsch] Storch im Nest am Haus der Dettmanns in Oberhammelwarden bei Elsfleth [Quelle: Radio Bremen, Janine Horsch]](/bremeneins/buntes/storcheneltern102_v-mediateaser.jpg)
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