Selbstständigkeit für Senioren
Die Bremer Heimstiftung feiert Geburtstag. Vor 60 Jahren wurde die Stiftung mit Unterstürzung des Bürgermeisters Wilhelm Kaisen gegründet. Heute gehört die Bremer Heimstiftung zu den größten Arbeitgebern in Bremen. Wir sprachen mit den Bewohnern einer Einrichtung und dem Vorsitzenden des Vorstandes.
Die Bremer Heimstiftung in der Marcusallee in Bremen-Horn
60 Jahre Bremer Heimstiftung, [3:18]
EIn Beitrag von Mirjam Steger
An 26 Standorten beschäftigt die Bremer Heimstiftung rund 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mehr als 3000 alte oder pflegebedürftige Menschen wohnen in den Einrichtungen der Stiftung. Mehr als 65 Millionen Euro Umsatz macht die Bremer Heimstiftung im Jahr.
Die Stiftung wurde am 10. April 1953 gegründet, als Nachfolgerin des "Kahrwegs Asyls", das knapp 500 pflegebedürftige Menschen in fünf Heimen betreute. Die
Gründung der Stiftung wurde vorangetrieben durch Bürgermeister Wilhelm Kaisen und den Senator für das Wohlfahrtswesen, Johannes Degener. Damals gab es im Land Bremen noch 13.000 Notwohnungen. Für alte und pflegebedürftige Menschen war die Lage besonders problematisch. Bremen stellte der weitgehend unabhängigen Stiftung 20.000 D-Mark für den Grundstock des Stiftungsvermögens zur Verfügung. Ziel war von Anfang an, dass die Senioren in den Heimen so lang wie möglich selbstständig blieben. Statt großen Schlafsälen, wie in Altersheimen damals üblich, wurden Ein- bis Zweibettzimmer gebaut, später abgeschlossene Appartements. Das sorgte bundesweit für Aufsehen.
Diesen Trend setzt die Stiftung weiter fort, erklärt Vorstandsvorsitzender Alexander Künzel im Interview mit Britta Uphoff. In den vergangenen Jahren hat die Stiftung eine Art Rückbau unternommen, hin zu individuellen Wohnmodellen und weg von der Massenpflege in großen Heimen. Seit 1987 ist Künzel Chef der Bremer Heimstiftung und möchte mit seinen Mitarbeitern Lebensräume schaffen, in denen sie später einmal selber wohnen möchten. Die Altersgruppen in gemischten Wohnprojekten sind gar nicht so unterschiedlich, wie immer angenommen, sagt Künzel. Das Geheimnis sei, immer wieder Begegnungen zu schaffen.
60 Jahre Bremer Heimstiftung, [6:47]
Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden Alexander Künzel
Bis heute ist die Bremer Heimstiftung wegweisend in Sachen Altenpflege: sei es durch die Ansiedlung mitten in den Quartieren, durch neue Wohnformen wie Wohngemeinschaften für Demenzkranke oder durch kultursensible Pflege für Migranten. Erika Kantelberg, die Bewohnerin einer Einrichtung der Stiftung, die wir besuchten, schätzt besonders den Kontakt zu den Kindern. Ihre Enkelkinder wohnen zwar drei Haltestellen entfernt, aber die haben wenig Zeit, die sind in der Schule und nachmittags haben sie Sport. Die 70jährige alte Dame fühlt sich wohl im Stiftungsdorf Borgfeld. Vor allem ist sie hier nicht einsam.
In 47 Servicewohnungen leben 60 alter Menschen im Stiftungsdorf Borgfeld. 21 zusätzliche Seniorenwohnungen werden gerade gebaut. Das Besondere an der Einrichtung ist, dass sie alte Menschen und Kinder zusammen bringt. Und das nicht nur beim Mittagessen, sagt Ute Büge, Hausleiterin vom Stiftungsdorf Borgfeld. Im Projekt Spieletreff, bei dem Senioren Donnerstag und Freitagnachmittags eine Stunde diesen Treff mit betreuen. Ein Teil der Senioren im Stiftungsdorf geht in den Unterricht zum Werken und zum Handarbeiten. Dabei gilt das Motto: Alt lernt von Jung und Jung lernt von Alt, sagt die Leiterin.
Das Stiftungsdorf Borgfeld ist eine von 26 Einrichtungen der Bremer Heimstiftung.
Info: Buntes
![Storch im Nest am Haus der Dettmanns in Oberhammelwarden bei Elsfleth [Quelle: Radio Bremen, Janine Horsch] Storch im Nest am Haus der Dettmanns in Oberhammelwarden bei Elsfleth [Quelle: Radio Bremen, Janine Horsch]](/bremeneins/buntes/storcheneltern102_v-mediateaser.jpg)
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