Ratgeber
Räder aus Aluminium, Stahl, Titan und sogar Karbon sind nichts Besonderes mehr. Jetzt gibt es in Bremen auch Räder aus Bambus. Bambus ist extrem widerstandsfähig, stabil und als nachwachsender Rohstoff ökologisch. In Bremen hat sich ein Fahrradbauer über drei Jahre lang dem Bau eines Bambusfahrrades gewidmet. Unsere Reporterin Kirsten Rautenberg hat ihn in seiner Werkstatt besucht.
Bambusfahrräder aus Bremen, [2:37]
Nachhaltig mit besonderen Eigenschaften
Drei Jahre getüftelt
Tobias Meyer ist einer von drei Bambusradbauern in ganz Deutschland. In seiner Werkstatt herrscht derzeit viel Betrieb: Handelskammer, Wirtschaftsförderung, Medien und Käufer. Sie alle sind an seinen Bambusrädern interessiert. Das sei ein ganz neues Lebensgefühl, sagt er. In den letzten drei Jahren war es eher einsam in seiner kleinen Werkstatt am Osterdeich. Tag für Tag hat er dort geschraubt, gesägt und geflext. Hilfe hatte er nur aus dem Internet. Er ist Autodidakt und hat seine Leidenschaft für Fahrräder zu seinem Beruf gemacht.
Video: Das nachwachsende Rad
Einstellungen, Infos und Kommentare
In erster Linie sieht Meyer den ökologischen Aspekt bei einem Rad aus Bambus. Bambus ist zum Beispiel die schnellst wachsende Pflanze, die es gibt auf diesem Planeten, sagt er. Es eignet sich hervorragend für Fahrräder, aber auch für viele andere Sachen. „Dazu kommt halt, dass es meiner Meinung nach sehr schön aussieht“. Wichtig im Fahrradbereich sind die technischen Eigenschaften. Bambus ist ein Werkstoff, der zu den stabilsten Materialien gehört. Von seinen Eigenschaften ist die Pflanze manchen Materialien wie zum Beispiel Stahl in einigen Kriterien sogar überlegen, erklärt der Fahrradbauer. Zwei serienmäßige Räder hat Tobias Meyer im Angebot: ein Stadtrad und ein Rennrad. Möglich ist auch, sein Lieblingsrad nachbauen zu lassen.
Die Eigenschaften eines Bambusrades ließen wir von einem Radprofi testen. Renas Kejo arbeitet bei einem Radkurier und bastelt selbst gerne an Rädern herum. Mit dem Bambusrad drehte er eine Runde am Bremer Osterdeich. Es sei auf jeden Fall leichter als ein normales Fahrrad, bemerkte der Radkurier. „Es macht einen sehr stabilen Eindruck, obwohl man das vielleicht bei dem Anblick nicht unbedingt denken würde“. Das Rad wirkt flexibler; es fährt sich weicher als mit einem Stahlrahmen, sagt Kejo.
Ein Anruf bei der Bremer Wirtschaftsförderung und der Handelskammer hat gezeigt: Auch sie sind inzwischen von den Rädern überzeugt und werden den Bambusradbauer unterstützen.
Info: Ratgeber
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