Hygiene-Ampel soll kommen
Ein Kontrolleur misst die Temperatur in einer Friteuse
Ein Dinner zu zweit in einem Restaurant kann romantisch sein, kann aber auch böse enden, nämlich dann, wenn der Magen plötzlich anfängt zu grummeln. So manches Restaurants nimmt es mit der Hygiene nicht so genau. Ein verdorbener Magen kann die Folge sein. Damit das nicht passiert, will die Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner das sogenannte Hygienebarometer für Restaurants, Bäckereien und Fleischereien einführen. Doch noch haben die Wirtschaftsminister Bedenken. Bis Ende Januar nächsten Jahres soll es eine Einigung geben. Doch wie sieht eigentlich so eine Lebensmittelkontrolle aus und was bringt sie? Heike Zeigler ist für uns mit einem Lebensmittelkontrolleur mit gegangen. Dabei haben sie ein Restaurant in Bremen Findorff unter die Lupe genommen.
Die Werkzeuge des Lebensmittelkontrolleurs, den unsere Reporterin begleitet, sind: sein Fachwissen, ein weißer Kittel, eine Taschenlampe und ein Thermometer. Damit ausgerüstet durchleuchtet der 45-Jährige Kontrolleure alle Ecken und Winkel der gastronomischen Betriebe in seinem Bezirk Findorff/Schwachhausen in Bremen. Er schaut hinter jeden Schrank und öffnet jede Schublade. Der Besitzer des zu kontrollierenden Restaurants hat bereits nach dem letzten Besuch einige Verbesserungsvorschläge umgesetzt: ein leicht zu reinigender Metallschrank wurde angeschafft und eine neue Spüle.
Ein wichtiger Punkt der Hygienemaßnahmen ist die Temperaturkontrolle der Lebensmittel. Frisches Hackfleisch dürfe nicht bei mehr als zwei Grad Celsius gelagert werden, erklärt der Prüfer. Dabei sei der Restaurantbesitzer verpflichtet, sich die Temperatur in den Frachtpapieren des Lieferanten anzuschauen und selbst noch einmal nachzumessen.
Häufig mangele es den Betreibern an nötigem Wissen im Umgang mit Lebensmitteln. Sie wüssten nicht, wie sie Fisch, Fleisch und Geflügel richtig zu verwenden hätten. Seit zweieinhalb Jahren kontrolliert Stahnke seinen Bezirk. Ein Betrieb kann nicht generell als sicher eingestuft werden, denn die hygienischen Bedingungen könnten sich beispielsweise mit einem Wechsel des Kochs jederzeit ändern. „Deswegen kann man eigentlich nicht sagen: Der Bezirk ist sicher!“, erklärt der Lebensmittelkontrolleur.
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