Auf ein Wort
"Mutter!" Mit funkelnden Augen und erleichtertem Herzen sprang der Junge auf und lief zur Tür. Ich war bei der Erstkommunionfeier in einem Kinderheim eingeladen. Nach dem Gottesdienst in der Kirche saßen wir schon beim Essen zusammen. Endlich kam sie. Im Trainingsanzug, die Haare durcheinander und in schlechter Verfassung. Aber das alles sah der Junge nicht - er sah in dieser Frau seine "Mutter", in deren Arme er sich fallen ließ. Mich hat diese Szene sehr angerührt. Denn sie hat mir noch einmal deutlich vor Augen geführt, wie besonders das Verhältnis zwischen Müttern und Kindern ist. Vielleicht hat uns Christus auch deshalb gelehrt, Gott wie einen liebenden Vater oder eine liebende Mutter zu sehen und ihn so anzusprechen.
Natürlich: im Idealfall sind Mütter die Dreh-und Angelpunkte einer Familie. Ihre Unterstützung wird als selbstverständlich angesehen. Unermüdlich sollen sie Tag und Nacht für die Familie da sein. Zudem blicken Mütter über das Hier und Jetzt hinaus. Sie blicken auf die nächste Generation. Sie lieben ihre Kinder, glauben an sie und sind erfüllt von Hoffnung und Zuversicht, was ihre Zukunft anbelangt. Manchmal sind die Beziehungen zwischen Müttern und ihren Kindern aber auch ambivalent. Gegenseitige Verletzungen und Missverständnisse können das Verhältnis bis ins Erwachsenenalter hinein belasten. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir zu oft die Momente übersehen, in denen unsere Mütter vielleicht selbst der Unterstützung bedürfen. In denen sie einfach nur müde und deshalb ungeduldig sind. Oder sogar im Sumpf ihrer eigenen Probleme stecken.
Seit 1923 wird in Deutschland am zweiten Sonntag im Mai der "Muttertag" gefeiert. Obwohl es kein gesetzlicher Feiertag ist, ist er tief im Bewusstsein verankert. Seinen Ursprung hat der "Muttertag" in der englischen und amerikanischen Frauenbewegung des 19. Jahrhunderts. Seit 1865 gab es die so genannten "motherday meetings", die sich so sehr durchsetzten, dass zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Muttertag in den USA als nationaler Feiertag deklariert wurde.
Der Muttertag ist eine gute Gelegenheit, sich der eigenen Geschichte zu erinnern. Ohne Mutter gäbe es mich nicht. Sie hat mir und meinem Leben eine Prägung gegeben, die mich mein ganzes Leben begleitet. Das, was ich bin, bin ich auch durch sie geworden. Heute ist eine gute Gelegenheit, dafür "Danke" zu sagen.
12. Mai 2013
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Info: Auf ein Wort (Verkündigungssendung)
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