Zu Gast bei Bremen Eins
Die Stiftung Robin Aid sorgt zusammen mit einer französischen Schwesterorganisation für medizinische Hilfe nach westlichen Standards für Kinder in Krisengebieten. 2009 Entstand Robin Aid um den Hamburger Arzt Dr. Matthias Angrés. Wir sprachen mit dem Mediziner über die Arbeit, deren Schwerpunkt in Afghanistan liegt.
Dr. Angrés mit afghanischer Nurse auf der ICU
Interview mit Dr. Matthias Angrés, [8:01]
Humanitäre Hilfe für Kinder in armen Regionen
Einer der Grundsätze, mit dem die Stiftung 2009 ins Leben gerufen wurde lautet, dass alle Kinder auf der Welt einen Anspruch auf die gleiche medizinische Behandlung haben. Dies schließt auch medizinische Anwendungen aus dem High-End-Bereich und der Intensivmedizin mit ein.
Eine zweite Strategie, die die Mitarbeiter der Stiftung verfolgen, ist der nachhaltige Aufbau einer medizinischen Infrastruktur vor Ort, erklärt Angrés. Nachhaltig bedeutet, dass afghanische Mediziner partnerschaftlich ausgebildet werden, die später unabhängig ihre Patienten auf hohem Niveau behandeln können. Dabei ist es Angrés und seinen Kollegen wichtig, das der Aufbau von Krankenhäusern und die Ausbildung der Ärzte partnerschaftlich stattfindet und Robin Aid und seine Mitarbeiter nicht als Bauherren auftreten.
Mit der Stiftung gelang es, in Kabul die einzige Frühchenstation des Landes aufzubauen. Diese Form der Medizin war zu Zeiten der Talibanherrschaft nicht möglich gewesen, denn der Ausbildungsprozess für afghanische Mediziner ist sehr langwierig und es gab vorher keinen Finanzier aus der reichen westlichen Welt, der solch ein Projekt unterstützte.
Mit fünfzig Jahren beschloss Dr. Matthias Angrés seine bis dahin sehr erfolgreiche medizinische Laufbahn als Cardio-Anästhesist in Deutschland zum Anlass zu nehmen, etwas an Bedürftige in der Welt zurückzugeben, die nicht Zugang zu unseren Privilegien in den Wohlstandsgesellschaften haben. Seinen Entschluss hat er nie bereut, sagt Angrés. Er bereue es eher, dass er nicht schon vorher diesen Schritt getan habe.
Mit seiner Arbeit erleben Angrés und seine Kollegen täglich, wie sie Zugang zu den Herzen der Menschen in Afghanistan bekommen. Rund 500 Menschen kommen täglich in die Klinik in Kabul und bisher habe nie die Notwendigkeit von Sicherheitskräften bestanden. Die Arbeit hat eine sehr große Akzeptanz in der Bevölkerung.
Ein berührendes Erlebnis für ihn war es, als vor einem Jahr ein Kind mit fünf komplexen Herzfehlern komplett eigenständig von einem fünfköpfigen afghanischen Team behandelt wurde.
Robin Aid
Homepage der Stiftung
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