Samstag, 18. November 2017

Julia Engelmann: Poesiealbum


"Ich kann auch ganz viele Sachen nicht", sagt Julia Engelmann, und irgendwie klingt das wie eine Entschuldigung. Es ist ja auch fast unheimlich, was die Bremerin in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt hat: Abi mit 16, Theaterschauspielerin, Soap-Darstellerin, Poetry-Slammerin, Youtube-Star, Buchautorin, Psychologie-Studentin und natürlich mit ihrem "Poesiealbum" bei Bremen Vier zu hören. Und – kein Zufall – genau so heißt nun auch ihr erstes Pop-Album. Das funktioniert tatsächlich prima. Mit leicht rauer Stimme singt sie die eigene Poesie und auch die Musik, entspannt akustisch mit einer Prise Grooves, passt perfekt zu einem Herbst-Abend auf der Kuschelseite des Lebens.






"Mit guten Gedanken ist es wie mit dem Zähneputzen: Ich denke sie jeden Tag wieder neu", meint Julia Engelmann. Und sie hat verdammt gut geputzte Zähne. Trotzdem, Julia findet, dass sie langsam alt wird und die 'Quarterlife-Crisis' droht: "Ich kannte es bis jetzt tatsächlich nur, jung zu sein. Gerade verfliegt das so ein bisschen. Dann zieht man schon mal eine Zwischenbilanz und überlegt: Das habe ich bisher mit meiner Zeit gemacht, was stelle ich ab jetzt damit an?" Auf jeden Fall hat sie ein ganz schönes Tempo drauf. Geht das nicht alles zu schnell? "Man kann das auch weiterdenken: Indem ich mich total hetze, weil ich nichts verpassen will, verpasse ich am Ende vielleicht ein ruhiges Leben. Mich schmerzt es, dass die Zeit so schnell vergeht und dass ich nicht all das sein kann, was ich denke, sein zu können. Manchmal ist es bequem, einfach so weiterzumachen, wie man es schon immer tut. Und dann frage ich mich schon, was ich denken werde, wenn ich mit 80 auf einem Schaukelstuhl sitze: Mensch Julia, hättest du dich das damals doch nur getraut und keine Angst gehabt."







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