Mittwoch, 13. Dezember 2017

Milky Chance: Blossom


Sie tun es schon wieder: Das Kasseler Duo Milky Chance hüllt auch mit dem zweiten Album "Blossom" das Land und die Welt in pastellfarbenen Sound und das Gefühl, dass alles gut gehen wird - für eine gebeutelte Welt genau das richtige Pflaster.






Im Grunde ihres Herzens sind sie Hippies: Im März 2017 sehen Sänger und Gitarrist Clemens Rehbein und Produzent und Percussionist Philipp Dausch zwar ein bisschen geschniegelter aus, aber Zottelflaire und Kifferchic an Hemd und Haaren haben die beiden sympathischen Mittzwanziger beibehalten. Gut so - offenbar haben Milky Chance den Welterfolg ihrer ersten Single "Stolen Dance" (2013) und des Debütalbums "Sadnecessary" (2014) unbeschadet überstanden. Nach einer Ruhephase in ihrem Heimatort Kassel, der wohl die Vorlage für die neue Hitsingle "Cocoon" ist, holen sie jetzt tief Luft und machen sich bereit für die Wiederholung einer Erfolgsgeschichte, die ihnen damals zwar jeder gewünscht, aber nicht alle zugetraut hatten.


Dabei kam man 2014 an Milky Chance wirklich nicht vorbei: Sie klebten an jeder zweiten Hauswand, die Songs rotierten auf jeder Radiowelle - und selbst mein persönlicher Selbstfindungstrip nach Neuseeland führte mich in Auckland wieder zu Milky Chance. Wenn sie diesen Ritt nun wiederholen - die aktuellen paar Deutschlandkonzerte sind schon ausverkauft - tragen sie hoffentlich den Hoffnungsschimmer, der in ihren neuen Songs mitschwingt, in die Welt: Alles erblüht und erstrahlt, jeder Fuß wippt, der Genremix aus Folk, Pop und Elektronik funktioniert wieder. Vielleicht sogar noch besser als beim Debüt: Mit dem organischen Sound der echten Instrumente erstrahlen die Songs, werden noch wärmer und auch Stücke abseits der Hitmaschine werden selbstbewusster. Wie das alles entstanden ist, erzählen Milky Chance in der interaktiven Videodokumentation "Blossomentary":


Dazu kommt "Blossom" just zum richtigen Zeitpunkt – nicht nur weil der Frühling naht. Natürlich kann ein bisschen Pop keinen Trump zügeln, keinen Erdoğan zur Vernunft bringen, keine Hungersnot bekämpfen. Aber: Ein bisschen mehr Hippie tut uns allen gut.



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