Dienstag, 28. Mai 2013

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Cro im Netz:
Cro [Quelle: Chimperator, Foto: Delia Baum] Lupe

CD-Tipp

Der Panda – König des Raop!

Musik-Expertin Christine Heuck hat zwar keinen Sinn für Masken, das, was sich darunter verbirgt, interessiert sie aber sehr wohl. So widmet sie sich dieser Tage dem neuen Album von Panda-Mann Cro, dem "King Of Raop", der seit einiger Zeit in aller Musikhörenden Gehörgänge unterwegs ist.


Ich hab' noch nie was für Maskierte übrig gehabt, selbst bei Kiss fand ich das irgendwie blöd. Bis die Masken fielen, da war das davor dann doch besser. Aber so grundsätzlich ist das nicht meins. Man will ja Gesichter sehen, Mimik, Augen. Muss Cro aber nun selbst wissen, ob er für immer der Panda bleiben will oder ob das doch nur ein Anfangszeit-Gag ist.


Maskerade ja, aber passen muss sie

Cro [Quelle: Chimperator, Delia Baum]

Wobei Cro das eigentlich, der nicht nur mit seiner Visage, sondern auch mit seinem Namen hinterm Berg hält, irgendwie selbst ins Spiel brachte. Vermeidungstaktik, damit sein Chef von seiner musikalischen Umtriebigkeit, seinem "Nebenjob", nichts mitkriegt: Fotos rar halten im Netz, so sehr sogar, dass Cros jetzige Plattenfirma nicht mal wusste, wie der Mann/ der Junge, den sie einluden, eigentlich aussah. Das wollten sie fortführen, weil angeblich mächtig spannungssteigernd, und Cro durfte sich eine Maske aussuchen.


Der Panda sollte es dann sein, denn: "Der Panda passt halt am ehesten. Eine böse Maske würde gar keinen Sinn machen. Das würde ja nicht zu meiner Musik passen. Das würde ja echt nicht passen. Ich mache ja nur anscheinend Gute-Laune-Musik. Warum dann eine böse Maske? Deshalb den süßen, lieben Panda", so Cro.


So irgendwie bei der Zeitung

Ach so, dass er 20 ist, vielleicht auch einen Ticken älter, das wissen wir schon, ebenso zählt zu den uns preisgegebenen Informationen, dass Cros erwähnter Arbeitgeber die Stuttgarter Zeitung war, die  Cro zum Mediendesigner ausbildete.


Weil Cro aber "nach einem Jahr alles konnte, was man so wissen musste", durfte er "einen Rundgang durch das ganze Haus machen" und ist dann in der "Grafikabteilung hängen geblieben und durfte dann da eine Weile bleiben, ein Jahr oder so". Grafiken hat er angefertigt, Karikaturen gezeichnet. Ein plietsches Bürschchen also, der Cro.


"Musik nur, wenn ich gut drauf bin"

Cro Plattencover [Quelle: Chimperator Records]

Und hier? Er rappt (inklusive der selbstüberzeugten "Dicke-Hose-Attitüde" und einer Menge "Ich-geb'-'nen-F***-Aufs"), er baut seine Beats, und er singt. Drum heißt das erste, amtliche Album auch "Raop". Rap und Pop. Für ihn ist Pop auch kein Schimpfwort, und seine Texte schreibt er auch nicht, wenn er unglücklich ist, wie es wohl bei einer extrem großen Anzahl der Musikerkollegen der Fall ist: "Nee, also, wenn ich mal schlecht drauf bin oder so, dann habe ich auch keinen Bock, Musik zu machen. Deswegen verarbeite ich eigentlich auch nie irgendwas Schlechtes, Böses oder Negatives in Tracks. Ich kann nur Musik machen, wenn ich gut drauf bin. Deshalb klingt auch alles so positiv und nett."


Nicht ausgeschlossen übrigens, dass ihr ihn auch einmal am Klavier erwischt oder an der Gitarre, denn beides weiß er zu spielen. Vielleicht ja im Pier 2 im Oktober, denn der irrsinnige Erfolg seiner ersten Single "Easy" (Clip knackte nach wenigen Tagen die Millionen-Marke, alle wichtigen deutschen und internationalen Blogs berichteten über ihn und er begleitete die norwegischen Superstars "Madcon" auf ihrer Deutschland-Tournee, für Jan Delay ist er "die Zukunft von Deutsch-Rap“) wird ihn genau dorthin befördern, nachdem schnell klar wurde, der eigentlich gebuchte Schlachthof reicht nicht mehr aus. Nachdem dies Album herausgekommen ist, könnte direkt noch mal vergrößert werden. Stimmlich zuweilen zu viel Leierei, die Soundgerüste aber sind erste Sahne. Schönes erstes Gesamtpaket.


Christines Anspieltipps:

- "Intro"
- "Du"
- "Nie mehr"
- "Einmal um die Welt"
- "Wir waren hier" (mit freundlicher Genehmigung von Iggy Pop's Passagier)
- "Ein Teil"


 

Video-Clip: "King Of RAOP"

(Quelle: tape.tv)


"Raop" von Cro | 6. Juli





 


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