Dienstag, 28. Mai 2013

"Ballast der Republik":

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Die Toten Hosen [Quelle: DTH/ Grosser Promotion] Lupe

Das 15. Studioalbum in 30 Jahren: "Ballast der Republik"

CD-Tipp

Zackig, angriffslustig, aber auch nachdenklich

Ein großes Jahr für die Toten Hosen: Die Düsseldorfer Punkband feiert ihr 30-jähriges Band-Jubiläum und veröffentlicht ihr 15. Studioalbum. Ob Campino & Co auf "Ballast der Republik" ihren Punkrock-Wurzeln treu geblieben sind, weiß unsere Musik-Expertin Christine Heuck. Sie hat sich das Album für euch angehört.


Aus "Hosen" wurde einst "Hasen", aus "Palast" sogleich "Ballast". Das erste Konzert der Düsseldorfer fand ja bekanntlich in Bremen – am Ostersamstag 1982, rund 300 Kilometer von ihrer Heimat entfernt – statt, und ob es eine assoziative Hingebung des Plakatmachers ob des Feiertages war oder schlichtweg ein gewitztes Fehlerchen, das wollen wir hier nicht diskutieren. Ist ja auch echt bannig lang her. Nun, 30 Jahre später, das nächste Wortspiel, allerdings bestimmt gewollt von Die Toten Hosen. Sozialkritische Punkrocker, die sie sind. Feuern somit ihr 15. Studioalbum heraus: "Ballast der Republik".


Ein Album, das auch nach vorne schaut

Jubiläumsgig von den Toten Hosen im Schlachthof [Quelle: Radio Bremen, Michael Ihle]

Campino beim Jubiläumsgig im Schlachthof

Da Campino, Andy, Breiti, der Andreas und der Vom Ritchie (sagt man das im Pott nicht immer, "die" Sabine, "der" Thomas?) darüber hinaus aber auch sehr feinsinnige, emotionale Menschen sind, sollte genau dieses Jubi-Album ein besonderes werden, das, wie sie selbst sagen, "zu seinen Wurzeln steht, aber eben auch nach vorne schaut."


Und das mit einer guten Portion Nostalgie behaftet. Ist ja auch viel passiert in all den Jahren, politisch und privat. Und Dankbarkeit dafür (wohl auch eine Prise Verwunderung, denn man hat ja auch immer ordentlich gefeiert, nicht wahr?), noch so wohlbehalten nach dieser langen Fahrt an Bord sein zu dürfen. Durchgehalten zu haben, denn leicht war's nicht immer. Aber von einem, der mit Gipsfuß im Skischuh vor vier Jahren auf das Bühnendach der "Rock am Ring"-Center-Stage kletterte, hätte man das auch nicht anders erwartet, ganz ehrlich. Dieses Jahr, guter Mann, aber wieder bitte ohne, wenn die Hosen auch dort den 30. zelebrieren!


Ausgesöhnt, die Wurzeln anpackend

Und danke für das 16-Songs-starke Album, das uns zum Geschenke gereicht wird, zackig und angriffslustig (Titeltrack "Ballast der Republik"), nachdenklich, ausgesöhnt, die Wurzeln anpackend, und das im wahrsten Sinne, denn es geht um den Papa ("Draußen vor der Tür"), und im Hier und Jetzt mit der Gabe, das Glück in den "ganz normalen" Dingen zu finden und es zu spüren ("Das ist der Moment").


Video-Clip: "Tage wie diese"

(Quelle: tape.tv)
 

"Ballast der Republik" von Die Toten Hosen | 4. Mai 2012





 


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