Montag, 20. Mai 2013

Mehr Fun:


Mehr CD-Tipps:
Fun [Quelle: Warner Music, Foto: Lindsey Byrnes] Lupe

Vier gewinnt zwar sonst immer, diese hier haben's aber zu dritt geschafft: Fun.

CD-Tipp

Fun. Heller als die Sonne!

Jeder kennt's, jeder hat's im Ohr: "Tonight we are young! So let's set the world on fire, we can burn brighter than the sun!" Eine Hymne fast schon und nicht der einzige Renner des Albums der drei Jungs von Fun. Christine Heuck hat das Album für euch unter die musikalische Lupe genommen.


Eine drei Mann starke Band aus New York City, deren Mitglieder schon seit etlichen - round about sind es zehn - Jahren Musik machen und eigentlich selbst gar nicht mehr daran glaubten, dass der große Erfolg mal käme. Nun kam er, aber so was von biffelbaffelbumsdicke - und das dank eines einzigen Songs: "We Are Young".


"Wiederauferstehung von Queen"

Fun [Quelle: Warner Music, Lindsey Byrnes]

Überwältigend auch die preisenden Worte für das Schaffen Nate Ruess', Andrew Dosts und Jack Antonoffs,  die in zahlreichen Kritiken zu finden sind, ob in punkto Album oder auch einfach bezüglich Fun als Liveerlebnis erster Sahne:


"Fun live zu sehen ist so, als würde man die Wiederauferstehung von Queen erleben." (Janelle Monaé, US-amerikanische Soul- und Funk-Sängerin, die auch in "We Are Young" zu hören ist)


"… grandiose Pop-Melodien mit komplexen Strukturen, mitreißenden Hooks und nachdenklichen Texten." (New York Times)


"Die Band ist eine Hommage an den Rock der Sechziger und Siebziger… Russ’ hinreißende, leidenschaftliche Vocals lassen Assoziationen an Freddie Mercury entstehen. Sie sollten für ihren ansteckenden Enthusiasmus jedem weiterempfohlen werden…" (Metromix)


Also, da kann man nicht meckern. Und kann nur zustimmen. Vielleicht sogar, wo schon Queen ins Spiel gebracht wurden, auch die Fantasie ein Stückchen weiter wabern lassen und Fun in einen spleenigen David-Bowie-Song integrieren. Auch das würde irgendwie passen.


Spaß. Punkt.

Fun [Quelle: Warner Music, Daniel Silbert]

Nur einen Punkt innerhalb der Kritiken möchte ich korrigieren: Rock ist das nun nicht, auch nicht Hippie-Rock mit Blume im Haar und Kiffe im Mund, auch kein Rock im Sinne von Lyrexhosen-High-Vocal-Shit, dafür gibt's bei Fun zu viele Pop-Einschläge mit Elektro. Sogar einen Dudelsack. Zumindest klingt das so beim Song "Carry On".


Und ich möchte gleich noch einen Punkt korrigieren, von dessen zweifelhafter Aura ich bislang noch gar nichts erwähnte: Fun (die sich selbst "fun." schreiben, Anm. d. Red.) sagen, sie hätten unter anderem den lustigen kleinen Punkt da hinter den Bandnamen gesetzt, weil sie meinten, beim Googeln eine schwedische Death-Metal-Band gleichen Namens gefunden zu haben, und man müsse sich ja unterscheiden. Kann auch sonst böse was kosten.


Vielleicht trügt mein müdes Auge an diesem warmen Sommertag im Mai, vielleicht auch wäre die Dioptrienzahl meiner Brille, möglicherweise, zu erhöhen, aber mich dünkt, da ich keine Lappentruppe mit Kunstblut im Gesicht ausspähen konnte, sie haben die Netzeinträge falsch gewertet und sich von der Musikrichtung "Fun Death Metal" verwirren lassen. Schlimm aber ist das ja nicht. So ein Punkt macht ja was her. Und man spricht drüber, schon einen ganzen Absatz lang.


Schärfer, heißer und vor allem: höher!

fun. Albumcover [Quelle: Warner Music, Daniel Silbert]

Eins ist sicher, und viel mehr gibt es dazu auch gar nicht zu sagen: Das hier ist rattenscharfer Indie-Pop, den wir da auf dem zweiten Album der Band finden. Das ist gut, dass die erste Single in der komischen US-amerikanischen Musical-Comedy-Fernsehserie "Glee" gefeaturet wurde, denn das war der Pusher für Fun und es ging stante pede auf die Eins der Billboards. Boah.


Nun die erste, komplett ausverkaufte Headliner-Tour in den USA, im Herbst dann auch bei uns in Deutschland. Vorher ein paar Pfund elektrisierender Energie per Tonträger. Stimmlich was für Fans von Mika, den Scissor Sisters oder meinetwegen auch Justin Hawkins. Wer wagt, an dieser Stelle Screamin' Axl Rose oder Herrn Bruce Dickinson der Reihe hinzuzufügen, wird mit sofortiger Wirkung von der CD-der-Woche-Verlos-Aktion ausgeschlossen. Word.


Video-Clip: "We Are Young"

(Quelle: tape.tv)
 

"Some Nights" von Fun | 25. Mai 2012





 


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