Dienstag, 28. Mai 2013
Pohlmann [Quelle: Sony Music, Foto: Dennis Dirksen] Lupe

Pohlmann schenkt ein: Das neue Album ist ein "Pohlmann plus" – angereichert mit Neuem.

CD-Tipp

Nährboden für den Sinn hinter den Dingen

Musikfachfrau Christine Heuck hat sich mit Ingo Pohlmann beschäftigt, dem Phänomen aus Nordrhein-Westfalen, dem Po(h)l der ausgeglichenen Sommerabendstimmung auch im Frühling, Herbst und Winter. Denn Pohlmann hat ein neues Album, genannt "Nix ohne Grund".


Der hat den Sommer gebracht, wo keiner war, der hat die Haare schön, der hat schon die strammsten Rocker auf den Festivals dazu gebracht, auch bei einem Mann mit Gitarre und sanfteren Songs sich vor Ekstase im Schlamm zu suhlen.


Ingo Pohlmann aus Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh, da wo der römisch-katholische Glaube waltet, wo Karbon und Kalkstein in der Erde schlummern, es vier Tageszeitungen gibt und Kammermusiker und Chöre gerne musizieren, da wo auch ein mehrfacher Weltmeister im Rettungsschwimmen das Licht der Welt erblickte (Carsten Schlepphorst), dieser Pohlmann kommt nun mit seinem musischen Geschenk um die Ecke, auf dass es das Leben auf seine Weise bereichere.


Das Album – ein Glas für die Seele

Pohlmann: Nix ohne Grund [Quelle: Sony Music]

Dass er das drauf hat, dass Pohlmann sehr wohl in der Lage ist, einem ein schönes Glas für die Seele einzuschenken, hat er schon dreifach bewiesen. Dieses vierte Album nun: Es klingt anders, da ist der typisch zurückgelehnte und sinnierende Pohlmann, angereichert mit neuen Zutaten. Instrumental elektrisierender, grooviger, sich tragender, poppig-ploppender, soulig. Mit diesem gewissen guten Touch, der so typisch scheint für jene Künstler, die bei Pohlmanns neuer Labelheimat Four Music beheimatet sind, egal wie unterschiedlich sie auch sein mögen (Clueso, Sizarr, Dendemann, Casper, Flo Mega, Marteria, Miss Platnum...).


Und es  geht dem Wesen der Dinge nach. Handelt davon, dass Sachen ihren Sinn habe, auch wenn man den nicht gleich entdeckt. "Nix ohne Grund" halt. Was dabei nicht zu erwarten ist, aber das kennen die Fans ja schon, ist ein in sich zusammenfallender Bub, gebeutelt von den Schmerzen des Lebens, der sich der durch und durch melancholischen Seite des Lebens beugt und vor Traurigkeit dahinsiecht und – trieft. Nee, so isser nicht. Das hier ist sanfte Entladung. Motivation, gerade das loszulassen, was einem unvorstellbar erscheint und einen vor lauter Angst, man könne es verlieren, immer wieder in die Knie zwängt. Das ist der Nährboden hier, das überträgt sich auch, wenn's sentimental zugeht. Leiden kommt vor, ist aber bitteschön nur ein kleiner Zwischenstopp im Leben.


 


Christines Anspieltipps:

- "Köder oder Fang"
- "Atmen"
- "Fenster zur Welt"
- "Roy Batty"
- "Von weit her"


 

Video-Clip: "Starwars"

(Quelle: tape.tv)
 

"Nix ohne Grund" von Pohlmann | 10. Mai 2013





 


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