Dienstag, 28. Mai 2013

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Seeed [Quelle: Warner Music] Lupe

Seeed haben diesen Sommer schon auf vier Festivals gespielt.

CD-Tipp

Die coolsten Kerle der Nation sind zurück

This is Seeed, yo. Da sind sie wieder, die schicken Herren im Anzug, deren Füße sich wohlig in entspannt glänzenden, edlen Lederschuhen räkeln, aus denen der Reggae-Dancehalldampf emporsteigt, niemals unangenehmer Fußmief. Der ist den normalen Menschen vorbehalten. Und wie schön sie im Einklang tanzen! Wie galant der Hüftschwung, wie federleicht der Sidestep! Manchmal aber setzen sie auch zum Kollektivsprung an, so wie hier, auf's Album bezogen, nach einigen Soloprojekten, aber auch auf der Bühne.


Ja, wenn diese elf Herrschaften auf der Bühne stehen, dann rappelt's im Karton. Sprunggewaltig, Rhythmus in Säcken - die coolste Boyband der Nation. Und lauter versierte Musiker. Und doch wahrlich keine Boys mehr, das sind mal echte Kerle. Die machen Dampf, das macht ihnen keiner nach. Davon könnt ihr euch live überzeugen, Seeed werden am 27. November in der ÖVB-Arena auftreten, präsentiert von Bremen Vier. Endlich, denn wirklich: Eine lange, öde Wüste der seeedlosen Zeit liegt hinter uns. Das letzte Album, "Next", gab's 2005.


Von Pause war keine Rede

Seeed [Quelle: Warner Music]

Seeed hatten zu dem Zeitpunkt schon sieben fette Jahre hinter sich und insgesamt drei erfolgreiche Alben und Hits - angefangen mit "Dickes B" über "Music Monks" bis hin zu "Ding". Drei Echos. Dann noch Seeeds Auftritt mit "Schwinger" bei der Eröffnungsfeier der Fußball-WM 2006 in München - für 1,5 Milliarden Menschen zu sehen! 2007 gab's den Carribean Reggae Grammy und einen Gig beim Konzert "Deine Stimme gegen Armut" in Rostock.


Dann brauchten Seeed wohl einfach eine Pause. Hätte man denken können. Bei elf Charakteren, die immerzu aufeinander hocken, ein nachvollziehbarer Gedanke. Aber: Pause? Von wegen! Alleine austoben wollte man sich, mal auf eigenen Füßen stehen und nicht auf 22. Was hat Enuff alias Peter Fox als Solokünstler da für einen Goldbarren ausgegraben mit seinem Album "Stadtaffe".  Kollege Ear alias Demba Nabé hat gleich zwei Alben als Boundzound releast, während Eased alias Dellé uns als damals, 2009, noch frischgebackener Papa, ein Soloalbum kreierte und mit "Pound Power" einen Reggaesommerhit vom Feinsten.


Elf unterschiedliche Charaktere

Seeed [Quelle: Warner Music]

Anfang 2010 haben die wohl gemerkt, dass die 22 Füße doch irgendwie fehlen. Wieder ab ins Studio getröpfelt, nach und nach, um  an einem gemeinsamen, neuen Seeedalbum zu arbeiten, ganz entspannt versteht sich, und im letzten Sommer auf vier Festivals zu zeigen: "Watch it! We are back!" Und die Angst, dass das, was Seeed tun, keiner mehr hören will? Dazu Pierre: "Nee, wenn wir elf es hören wollen, wollen es andere auch hören. Seeed sind nicht nur elf Musiker, sondern und vor allem elf unterschiedliche Charaktere, die eine eigene Meinung haben. Die unter einen Hut müssen."


Gab es einen Plan, das Album in eine bestimmte Richtung zu lenken? Dazu Frank: "Ich erinnere mich, dass Pierre, Demba und ich ein längeres Gespräch darüber hatten, wie das neue Album werden sollte. Der gemeinsame Nenner war auf jeden Fall "gut abgehangen", um nicht zu sagen: "erwachsen"."


Und wie ist nun der tatsächliche Output? Dazu Christine: "Entspannt, feist, zackig, groovy, wortgewandt, berlinerisch, englisch, soulig, "Big-Band-isch", Deichkind-elektrisch, alles in den richtigen Dosen, alles mit den urtypischen Zutaten vermixt. Sauber!"


Im November bespielt die Band übrigens Bremen: Am 27. November grooven Seeed in der ÖVB-Arena!


 

Video-Clip: "Molotov/ Wonderful Life"

(Quelle: tape.tv)


 

"Seeed" von Seeed | 28. September 2012





 


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