Dienstag, 28. Mai 2013
Two Door Cinema Club [Quelle: FKP Scorpio] Lupe

Durchaus produktiver als Eierschmeißen klingt das neue Album "Beacon"!

CD-Tipp

Leuchtfeuer aus Nordirland

So viel Freude beim Produzieren des zweiten Albums! Es gab einen Eierschmeißtag. Two Door Cinema Club aus Nordirland, in Einzelteilen Alex Trimble, Kevin Baird und Sam Halliday, nahmen mehrere Eierschachteln und klatschten, schmissen, warfen sie an die Wand.


Wofür? Zur Inspiration, sagen sie, was auch immer das in Bewegung setzt in einem Menschen, und weil's Spaß machte. Verrückter Haufen. Will nicht wissen, was sonst noch so zermantscht wurde in der nun fünfjährigen Bandhistorie.


Hochstart seit Glastonbury

Two Door Cinema Club [Quelle: Radio Bremen]

Auch live ein Lichtbringer!

Die ungedetschten Fakten aber sind: 2009 beim Glastonbury Festival am Start gewesen, und das noch vor (!) dem Erscheinen des Debüts, dann Ende desselben Jahres direkt reingeschwuppst in die ehrwüdig-wegweisende, orakelnde Newcomer-Nominierungsliste der BBC (Sound of 2010 in diesem Falle), und im folgenden Lenz dann Platte Nummer 1, "Tourist History" inklusive der Single "Something Good Can Work".


Die britischen Charts nahmen es mit Platz 24 relativ okay auf, wobei man über Verkäufe, die letzten Endes in Platin gegossen wurden, natürlich nicht meckern kann, großer Grund zur Freude war aber sicherlich der Choice Music Prize als bestes irisches Album des Jahres 2010. Dass einer ihrer Songs darüber hinaus eine recht sportliche Karriere anstrebte, kam natürlich auch gut: "I Can Talk" versah so holde Spiele wie Gran Turismo 5, FIFA 11 und NBA 2K11 mit dem nötigen, gepfefferten Soundtrack.


"Beacon"

Two Door Cinema Club [Quelle: Universal]

Und nun warten die drei mit dem Nachfolgewerk namens "Beacon" auf. Nicht "Bacon", so wie Schinken, wobei sich das wiederum großartig mit den kaputten Eiern träfe. Aber nein, gemeint ist hier keine schweinische Frühstücksingredienz, stattdessen so was wie Funkfeuer. Oder Leuchtfeuer. Oder gleich direkt der Leuchtturm, der das Blinklicht über Wogen und Wellen sendet, auf dass niemand Schiffbruch erleide.


Sicherlich hat die Band ihre eigene konkrete Übersetzung gewählt aus diversen, kleinteilig-möglichen, aber ist es nicht schön, dass unserer Fantasie ebenfalls freier Lauf gelassen wird? Das, meine Lieben, ist Kunst und künstlerische Freiheit, die auch uns gestattet ist.


"Grube der Emotionen"

Und bevor ihr das für euch Richtige mit den neuen Songs assoziiert und wunderbar schattig-bunte Bilder mit oder ohne Seegang und funkelnden elektrischen oder durch Kerzenwachs oder Lampenöl entstandenen Strahlungen in den Köpfen entstehen lasst, wisset: "Beacon" ist Sänger Alex zufolge eine tiefe Grube der Emotionen, aus denen ihr schaufeln könnt. Es ist "tiefgründiger und manchmal – nicht immer – auch trauriger. Es ist einfach mehr passiert in den letzten drei Jahren. Als wir unser Debüt fertiggestellt haben, lebten wir noch bei unseren Eltern. Und danach bereisten wir plötzlich die Welt, trafen unzählige Menschen, schlossen Freundschaften, hatten Beziehungen und verrückte Erlebnisse. Also gab es viel mehr, worüber man schreiben kann."


In dies Gemach der Gefühle durfte übrigens nur ein Fremdling Eintritt halten: eine Dame namens Valentina nämlich, die gerade erst bei einem Track von Hot Chips Joe Goddard ("Gabriel") Feature-Gast war und Two Door Cinema Club sofort verzauberte.


Video-Clip: "Sleep Alone"

(Quelle: tape.tv)


 

"Beacon" von Two Door Cinema Club | 31. August 2012





 


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