Expedition Bremen Vier
Expedition Forschungsreise: Die Reise mit der "Meteor"
Drei Tage lang war die "Meteor", das Forschungsschiff des Bundes, unterwegs auf See. An Bord hatte sie zwölf forschungsfreudige Bremen-Vier-Hörerinnen und -Hörer, die unter der Leitung der Crew und dreier Wissenschaftler auf Forschungsreise gingen!
Die "Meteor" schippert im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland über die Meere und beschäftigt sich mit allem, was Meer ist, ausmacht, beeinflusst, beinhaltet: Meteorologie, Ozeanographie, Physik, Chemie, mariner Botanik, Zoologie...
Zwölf unserer Hörerinnen und Hörer haben mit ein bisschen Glück und Spucke die Teilnahme an der einmaligen Seefahrt gewonnen.
Auf See: von Rostock nach Bremerhaven
Am Montag (23. Juli) hat das Forschungsschiff "Meteor" in Rostock abgelegt. Dort hat es unsere tapferen unternehmungslustigen und entdeckungsdurstigen Bremen-Vier-Hörerinnen und -Hörer inklusive ihres großen Gepäcks (man weiß ja nie...!) in Begleitung unseres Livereporters Freddy Radeke an Bord genommen.
Erste Amtshandlung an Bord: Versenden einer Flaschenpost! Abgesehen davon rief die "Arbeit" die Neu-Besatzung, denn die Crew der "Meteor" hatte viel Interessantes zu zeigen und zu berichten: Die Rettungswesten mussten anprobiert und fachmännische Seemannsknoten geübt werden – und natürlich nahmen die Forscher auch Proben, die anschließend unter dem Mikroskop betrachtet und analysiert wurden.
Am Mittwoch (25. Juli) Punkt 8:30 Uhr wurde das Deck gefegt: Der Destinationshafen Bremerhaven war erreicht, das Schiff lief zu Reparaturarbeiten direkt in die Werft ein und unsere Hobby-Forscher und ihre Rund-um-die-Uhr-Hostess Freddy Radeke hatten wieder festen Boden unter den Füßen.
Tag 1:
Tag 2:
Tag 3:
Reiseroute und Auftrag
Wie sollen wir leben? Wie können wir unsere Umwelt bewahren? Das sind Fragen, denen sich das "Wissenschaftsjahr 2012 – Zukunftsprojekt Erde" widmet. Um unsere Umwelt bewahren zu können, müssen wir sie vielleicht zunächst ein bisschen besser verstehen. Deshalb hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung auf eine kleine Reise auf einem echten Forschungsschiff eingeladen. Was passiert auf so einer Fahrt? Wie sieht es auf einem Forschungsschiff aus? Und woran arbeiten die Forscher auf einem solchen Schiff? All das werden die zwölf Mitfahrer erfahren.
Nach dem Ablegen schippert die Meteor erst mal auf die Ostsee – um herauszufinden, was sich da unten im Wasser alles so rumtreibt. Weiter führt die Reiseroute an Kiel entlang über den Nord-Ostsee-Kanal, um dann am 25. Juli in Bremerhaven wieder anzulegen.
Während ihrer Reise können die Bremen-Vier-Gewinner an Bord natürlich auch die Brücke und den Maschinenraum besichtigen und live dabei sein, wenn das Schiff die Holtenauer Schleuse passiert. Mit an Bord sind auch drei Forscher, die von ihrer Arbeit erzählen.
Forschungsexperten im Interview!
An was arbeiten eigentlich Wissenschaftler im Bremen-Vier-Land? Für wen forschen sie und was habe sie bereits herausgefunden bzw. entwickelt? Unser Livereporter Freddy Radeke hat sich mit einigen Wissenschaftlern aus der Region getroffen und stellt sie und ihre Arbeit vor:
Ozeanographie, Uni Bremen
"Wir wollen die Prozesse im Ozean besser verstehen, damit wir lernen, wie der Ozean funktioniert und wie der Ozean mit dem Klima zusammenhängt - das wollen Dr. Maren Walter und Dr. Oliver Huhn aus der Abteilung Ozeanographie bei ihrer Arbeit herausfinden:
Bernd Christiansen kennt sich mit dem Meer aus!
Uni Hamburg für Hydrobiologie und Fischereiwissenschaft
"Ich arbeite hauptsächlich mit den Tieren der Tiefsee", erklärt Dr. Bernd Christiansen von der Uni Hamburg für Hydrobiologie und Fischereiwissenschaft. Und das sind dann tatsächlich oft "diese bizarren Organismen, die riesige Zähne und Leuchtorgane haben." Klingt ziemlich spannend!
Freddy Radeke mit Thorben Wulff und Sascha Lehmenhecker
AWI Bremerhaven
Thorben Wulff und Sascha Lehmenhecker arbeiten im Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven. Sie waren beide auch schon auf Forschungsschiffen unterwegs – und haben einen wichtigen Tipp für unsere Gewinner: Unbedingt was gegen Seekrankheit einpacken!
Prof. Dr. Andrea Koschinsky mit ihren Arbeitsproben
Jacobs University Bremen
Andrea Koschinsky ist Professorin für Geowissenschaften an der Jacobs University Bremen und hat sich in den vergangenen Jahren im Rahmen ihrer Forschungen vor allem um "heiße Quellen am Meeresboden" gekümmert. Sie schwärmt: "Sobald man sich diesen Tiefseequellen annähert, merkt man plötzlich, dass es darin von Leben nur so wimmelt. Und das ist einfach faszinierend."
Freddy Radeke mit Andreas Kunzmann
Leibnizzentrum für Marine Tropenökologie in Bremen
Als Fischereibiologe und Meeresökologe beschäftigt sich Dr. Andreas Kunzmann mit tropischen Küsten, ihre Ressourcen und ihre Menschen. Und weil man auch in deutschen Supermärkten Produkte aus den Tropen kauft, ist dieser Forschungsbereich auch für uns als Otto Normalverbraucher interessant. Und vor allem im Fischereibereich gibt es laut Kunzmann "wenig Bestände, über die man Positives berichten kann".


![Sonnenuntergang vor Helgoland [Quelle: Radio Bremen] Sonnenuntergang vor Helgoland [Quelle: Radio Bremen]](/bremenvier/programm/fotos/meteor268_v-viertopteaser.jpg)