Sonntag, 19. November 2017
Quetschies. [Quelle: Verbraucherzentrale Bremen] Lupe

Quetschies sind gar nicht gut für eure Kinder, sagt die Verbraucherzentrale Bremen.

Warum "Quetschies" ungesund sind

Die Verbraucherzentrale Bremen warnt vor dem Verzehr des Fruchtpürees aus den bunten Plastikpäckchen, denn "Quetschies" verursachen nicht nur viel Müll, sie sind sogar richtig ungesund! Dann doch lieber mal zu frischem Obst greifen?


Zehn verschiedene Sorten "Quetschies" hat die Verbraucherzentrale Bremen gestestet. Das Ergebnis? Nicht gut! Im Gespräch mit Bremen Vier verrät die Leiterin Annabel Oelmann, was der Test alles ergeben hat!



Warum sind Quetschies nicht gut für unsere Lütten?


Dr. Annabel Oelmann [Quelle: Radio Bremen, Martin von Minden]

Dr. Annabel Oelmann, Leiterin der Verbraucherzentrale ist kein Fan der "Quetschies".

Das Fruchtpüree aus den bunten Päckchen hat einen relativ hohen Zuckergehalt und verursacht außerdem extrem viel Müll: Die Verpackung, der Nuckel für die kleinen Kids, das ist nicht wirklich umweltfreundlich. "Und in den Quetschies sind viele Sachen beigemischt, die schädlich für den Zahnschmelz sein können, beispielsweise Säurekomponenten", erklärt Annabel Oelmann. Und sie sind natürlich auch relativ teuer: Einmal beim Kauf und wenn man als Kind zu lange daran nuckelt, dann wird später eine teure Zahnspange fällig, denn das ständige Nuckeln schadet der Zahngesundheit und Entwicklung der Kaumuskulatur. "Einige Hersteller haben diese Problematik erkannt. Drei Hersteller empfehlen, das Fruchtpüree mit dem Löffel zu geben, oder dem Kind zum Löffeln zu überlassen, so wie Eltern es auch bei einem Babybrei tun würden", sagt Oelmann.


Warum geben die Eltern ihren Kindern nicht einfach frisches Obst?


"Wir kennen das ja: Eine ganze Schale voll mit Obst bedeutet nicht gleich, dass es auch gegessen wird. Selbst wir Erwachsene brauchen Obst mundgerecht vor dem Fernseher serviert, damit wir brav unsere Vitaminportion essen", so Oelmann. Bei Kindern sei das eben genau so: "Die Quetschies schmecken gut, sie sind bequem, sie können damit herumlaufen. Ab und zu ist das auch mal in Ordnung. Aber ansonsten immer Obst mitnehmen und das für die Kinder am besten schon in mundgerechte Stücke schneiden", sagt sie, denn: "Ein Kind, das einen Apfel in die Hand kriegt, neigt genauso dazu, dem Papa diesen in die Hand zu drücken und weiter zu laufen, um sich etwas Besseres zu schnappen!"


Und wenn das Kind lieber püriertes Obst haben möchte?


Das kann man auch selber machen, denn das ist nicht nur gesünder für das Kind und besser für die Umwelt, sondern auch viel günstiger! "Jeder erinnert sich ja noch an seine Kindheit: Pfannkuchen mit Apfelmus oder Ähnliches sind DIE Traumrezepte aus der Kindheit. Ich kenne es auch noch mit Möhren oder Äpfeln. Fingerfood mit Obst ist das, was wir brauchen!"






 


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