Mittwoch, 23. Mai 2012
Dein Ding Experiment der Woche Moderatoren Moderatoren Zebra Vier forscht
Ralf Möller vom Umweltbetrieb Bremen [Quelle: Radio Bremen] Lupe

Ralf Möller vom Umweltbetrieb Bremen

Zebra Vier forscht

Bäume

Zu Besuch im Studio bei Zebra Vier war Anfang November Ralf Möller. Ralf Möller arbeitet beim Umweltbetrieb und ist gemeinsam mit ein paar Kollegen für das öffentliche Grün in Bremen zuständig. Er kümmert sich um die Bäume die an den Straßen stehen und um die Bäume in den öffentlichen Parks und Grünanlagen.


Vielleicht habt ihr Ralf Möller schon einmal bei seiner Arbeit gesehen. Wenn er in Bremen unterwegs ist, hält er Ausschau nach kranken Bäumen. Bäume, die einen Pilz haben oder von Schädlingen befallen sind. Diese können - ähnlich wie bei uns Menschen - auch auf andere Bäume übertragen werden. Im schlimmsten Fall stirbt ein Baum ab. Das kann für uns alle sehr gefährlich sein, weil ein solcher abgestorbener Baum umfallen kann.


Schwefelporling - Pilz an Bäumen [Quelle: Wikipedia /Rror]

Baumpilz

Brandkrustenpilz, Schwefelporling und Ochsenzunge

Der Pilz mit dem Namen Schwefelporling ist kaum zu übersehen. Leuchtend gelb hängt er an den Bäumen. In der Zeit von Mai bis Oktober kann man ihn an dicken Baumstämmen - oftmals an Eichen - finden.


Andere Pilze sind nicht so auffallend. Der Brandkrustenpilz sitzt meistens ganz unten am Stamm im Wurzelbereich. Dort kann man ihn leicht übersehen. Der Brandkrustenpilz ist auch ziemlich gefährlich. Er frisst den Baumstamm von unten nach und nach auf.


Die Fliegenpilze, diese lustigen roten Pilze mit den weißen Tupfen, sind richtige Freunde der Bäume. Für uns Menschen sind sie jedoch nicht genießbar. Aber das wisst ihr ja sicherlich.


Was kann man gegen die Schädlinge tun?

Baumpilze verbreiten sich durch so genannte Sporen. Das sind winzig kleine Zellen, die durch den Wind durch die Luft verbreitet werden. Irgendwo lassen sich die Sporen dann fallen und versuchen in einen Baum hinein zu kommen.
Das können sie nur schaffen, wenn sie eine "Wunde" am Baum finden. Zum Beispiel, eine Stelle an der ein Ast vom Sturm abgebrochen ist oder eine Stelle an der ein Ast abgesägt wurde. Natürlich wachsen sie auch auf abgebrochenen Ästen die auf dem Boden liegen. Sie zersetzen dieses Holz. Das ist sehr wichtig für das natürliche Gleichgewicht in der Natur. Wenn es die Pilze nicht geben würde, wäre unser Waldboden vor lauter altem Holz gar nicht mehr zu sehen.


Wenn ein befallener Baum nicht die Kraft hat sich selbst gegen den Pilz zu wehren, helfen Ralf Möller und seine Kollegen vom Umweltbetrieb. Wenn gar nichts mehr hilft, muss ein Baum oft gefällt werden, damit er nicht andere Bäume oder uns Menschen gefährdet.






 


 
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