Game-Check
Als Jack Rourke auf der Flucht
Der Kollege Teja Adams muss nicht nur mit dem echten Leben klarkommen – er taucht auch regelmäßig in die virtuelle Ebene ab und begibt sich dort als Bremen-Vier-Spieletester auf Entdeckungsreise. Welche neuen funky Games er von seinen Zocker-Ausflügen mitbringt und ob sie ihr Geld wert sind, verrät er uns regelmäßig im Radio und hier im Netz! Bitte sehr:
DIE Rennspiel-Serie überhaupt ist zurück mit einem neuen Titel: "Need for Speed: The Run." Bremen-Vier-Spieletester Teja Adams, hat für uns auf den gut gepolsterten Sitzen der Luxuskarossen Platz genommen.
Darum geht's?
Die Entwickler haben diesmal versucht, etwas mehr Action reinzupacken. Es ist nämlich so: Wir spielen bei "Need for Speed: The Run" den Hobby-Schnellfahrer Jack Rourke. Jack hat zwei Probleme. Zum einen schuldet er ziemlich fiesen Gangstern ziemlich viel Geld, zum anderen haben diese finsteren Typen es auf Jack abgesehen und Jack muss deshalb um sein Leben fürchten. Warum das alles so ist, erfahren wir nicht. Die Entwickler haben hier versucht den Renntitel mit ein paar Actionspiel-Elemen - sprich Laufen, Boxen, Schießen - aufzulockern. Aber abgesehen davon, dass wir dann im richtigen Moment wild auf eine bestimmte Gamepad-Taste kloppen müssen, ist hier nicht viel mit Action. Story also eher mau.
Der Suchtfaktor
Ganz klar: Die actionreichen Rennen. Hier ist "Need for Speed" dann das, wofür wir es kennen: Gut gemachte Rennaction über so ziemlich jeden Straßenbelag. Denn diesmal geht es bei "The Run" einmal quer durch die USA. Wir starten an der Westküste und arbeiten uns im Laufe des Spiels bis nach New York vor. Sprich, da ist dann wirklich alles dabei: Von den Canyons im Yosmite-Nationalpark über wildes Schneegestöber in den Rocky Mountains bis hin zum bunten Las Vegas ist alles dabei. Das ist aus meiner Sicht auch wirklich der größte Pluspunkt des Spiels: die abwechslungsreichen Streckendesigns.
Die Hingucker
Windräder, die sich in der Ferne drehen, die nicht enden wollenden Straßenschluchten von New York oder dramatische Verfolgungsjagden direkt an der Schlucht. Optisch macht der neue "Need for Speed"-Teil Spaß, weil die Strecken durch viele kleine Details wirklich leben. Ach ja, und die schicken Sportwagen sind natürlich auch nicht ohne.
Kaufen?
Also, die Story hat bei mir nicht wirklich gezündet. Man kann echt sagen, abgesehen von ein paar Grundzügen ist die überhaupt nicht vorhanden und fesselt daher auch nicht. Und auch die Rennen sind im Good-Old-Need-For-Speed-Style gehalten. Das heißt: Mal geht es einfach nur darum, Erster zu sein, mal gibt es kleine Mini-Aufträge oder ein Rennen gegen die Zeit. Nichts wirklich Neues. Was wirklich gelungen ist, sind die Strecken, denn da gibt es echt viel Abwechslung. Und auch der Sound macht natürlich Spaß – mit wuchtigen Motoren-Geräuschen und einem klasse Soundtrack.
Unterm Stricht bleibt also ein gutes Rennabenteuer, mit wenig Story und viel Strecken. Kann man kaufen, muss man aber nicht.
"Need for Speed: The Run" | Publisher: Electronic Arts | Plattform: Xbox 360, PS3, PC | Preis: ca. 50 Euro | USK: freigegeben ab 12 Jahren


![Need Fpr Speed [Quelle: Electronic Arts] Need Fpr Speed [Quelle: Electronic Arts]](/bremenvier/programm/themen/needforspeed102_v-viertopteaser.jpg)