Dinge, die wir gerne aufschieben...
Teil 1: Private Altersvorsorge!
"Darum müsste ich mich echt mal kümmern..." – dieser Satz dürfte vielen von uns bekannt vorkommen. Oft geht es um langweilige oder auch unangenehme Themen wie Versicherungen checken, sich um die private Altersvorsorge kümmern, das Ersparte sinnvoll anlegen, den Energieanbieter wechseln oder zur Vorsorge-Untersuchung zum Hausarzt zu gehen. Wir wollen das jetzt gemeinsam anpacken und sammeln euch die wichtigsten Infos zu diesen Themen in einer kleinen To-Do-Serie!
Dafür haben wir uns den Finanzexperten Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur der Zeitschrift "Finanztest", ins Studio geholt. Er gibt uns Antworten auf die wichtigsten Fragen – im ersten Teil der Serie geht es um die private Altersvorsorge.
Rente auf dem Niveau von Hartz IV
Jeden Monat wird von unserem Einkommen ein bestimmter Beitrag für unsere gesetzliche Rente abgezogen. Dieses Geld bekommen wir im Ruhestand als Rente vom Staat wieder ausbezahlt. Was allerdings schon jetzt klar ist: Wer sich auf diese Rente verlässt und nicht privat vorsorgt, wird später ein relativ armer Rentner sein. "Selbst wenn man 40 Jahre durcharbeitet und Durchschnittsverdiener ist, landet man dann bei einer Rente, die ungefähr dem Niveau von Hartz IV oder vielleicht ein bisschen drüber liegt", erklärt Hermann-Josef Tenhagen im Mittendrin-Interview.
Tenhagen empfiehlt Angestellten deshalb die Riester-Rente oder eine betriebliche Altersvorsorge. "Eine betriebliche Altersvorsorge ist dann besser, wenn man länger bei einer Firma bleibt und wenn diese zum Beispiel bei der Altersvorsorge auch noch was drauflegt." Die Riester-Rente ist dagegen eher was für Arbeitnehmer, die öfter mal den Arbeitgeber wechseln. Natürlich kann man auch beides machen – dann fällt die Rente entsprechend höher aus.
Je früher, desto besser!
Ganz wichtig: Man sollte sich so früh wie möglich um die Altersvorsorge kümmern. "Der Vorteil liegt im Zinseszins. Wenn ich zum Beispiel schon mit Anfang 30 in die private Altersvorsorge investiere, reichen vielleicht schon 100 Euro im Monat. Wenn ich erst mit 45 anfange, muss ich vielleicht schon 200 Euro aufwenden."
Viele Menschen träumen von ihren eigenen vier Wänden – auch unter dem Aspekt, dass man im Alter keine Miete mehr zahlen muss und diese finanzielle Belastung schon mal wegfällt. Das sei an sich auch ein sehr guter Plan, bestätigt Tenhagen, "allerdings nur, wenn man darüber hinaus noch ein bisschen Geld auf der hohen Kante hat." Man dürfe nicht vergessen, dass teure und notwendige Renovierungsmaßnahmen anstehen könnten, und dafür brauche man dann auch das nötige Kleingeld.
Das komplette Interview!
Ansgar Guses Interview mit unserem Finanzexperten Hermann-Josef Tenhagen könnt ihr euch hier in voller Länge anhören:


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