Donnerstag, 21. September 2017
Olaf Rathje und Roland Kanwicher [Quelle: Bremen Vier] Lupe

Olaf Rathje kommt Spinnen lieber nicht zu nah: Er hat panische Angst vor den Achtbeinern.

Der Herbst kommt

Es ist wieder Spinnen-Zeit

Morgens verfängt man sich in Spinnennetzen und abends kann man die Krabbeltiere auch noch im Haus jagen: Der Herbst ist für Leute mit einer ausgewachsenen Spinnenphobie eine schwere Zeit. Aber keine Angst, so schlimm ist es gar nicht – wir haben einen Experten gefragt!


Das war eine schwerer Arbeitstag für Morgenshow-Moderator Olaf Rathje, denn er hat eine ausgeprägte Spinnenphobie. Nicht einmal Bilder von den unbeliebten Krabbeltieren kann er ertragen – und damit ist er nicht der Einzige: Jede dritte Frau und jeder fünfte Mann hat Angst vor Spinnen.


Es ist Paarungszeit

Aber gibt es im Herbst wirklich mehr Spinnen, oder fühlt sich das bloß so an? Sönke Hofmann, Vorsitzender beim Nabu in Bremen klärt auf: "Im September ist Paarungszeit, vor allem für die hier sehr verbreitete Hauswinkelspinne." Bei der intensiven Suche nach willigen Weibchen schlüpfe der Spinnerich deshalb auch durch das ein oder andere geöffnete Fenster und springe uns ins Auge (im übertragenen Sinn!). Dennoch: Sie verbreitet Angst und Schrecken unter Phobikern wie Olaf – aber ist das berechtigt?


Die meisten Spinnen sind harmlos

Die Hauswinkelspinne ist nicht gefährlich für uns. Von insgesamt 46.000 Arten von Spinnen auf der ganzen Welt, gibt es sogar nur drei, die für den Menschen lebensbedrohlich werden können: Die brasilianische Wanderspinne Phoneutria, die Gattung der Echten Witwe und die Sydney-Trichternetzspinne. Beruhigend.


Essen wir nachts Spinnen?

Hauswinkelspinne [Quelle: Imago, Blickwinkel]

Die Hauswinkelspinne könnt ihr im Haus gerade häufig antreffen.

Dennoch bleibt der Ekel: Auch harmlose Krabbelexemplare könnten ja nachts im Schlaf ihr Unwesen in unserem Schlafzimmer treiben, im Staubsauger eine Rache-Kolonie gegen uns heranziehen oder vielleicht doch beißen – wenn sie superböse ist?


1. Wir essen nachts keine Spinnen
Unsere Zunge ist ein höchst sensibles Organ. Wir würden sofort merken, wenn eine Spinne uns im Schlaf in den Mund krabbeln wollen würde.


2. Spinnen vermehren sich nicht im Staubsauger
Für den Nabu-Experten totaler Quatsch: "Wenn eine Spinne mit Orkanstärke durch den Staubsauger geballert wird und gleichzeitig unter jeder Menge Sand, Staub und Kies begraben wird, ist die Chance zu überleben sehr gering."


3. Spinnen sind in Deutschland ungefährlich
Es gibt hier nur zwei Spinnenarten in Deutschland, die uns ernsthaft beißen könnten: Die Dornfingerspinnen und die Wasserspinne. Beide kommen aber nur im Süden vor.


Eine Schocktherapie?

Für diejenigen, deren Angst auch gegen Fakten resistent ist, bliebe noch eine Schocktherapie, so Hofmann. Na, das wär doch ein Versuch wert, oder Olaf?


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