Mittwoch, 23. Mai 2012
Studenten im Hörsaal [Quelle: Radio Bremen] Lupe

Ganz schön happig: Ein Studium kann locker 700 Euro im Monat kosten

Lustig ist das Studentenleben!

Studium: Ohne Moos nix los!

Ein Studium ist teuer. Studenten brauchen Geld für Miete, Essen und Trinken, Telefon und Internet und natürlich auch für den unterhaltsamen Teil des Studentenlebens. In einigen Bundesländern werden außerdem Studiengebühren fällig. Aber was tun, wenn die Eltern dafür nicht aufkommen können? Zum Glück gibt es inzwischen viele andere Möglichkeiten, sich sein Studium finanzieren.


Studenten benötigen nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit im Monat rund 700 Euro. Um dieses Geld zur Verfügung zu haben, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Bafög, Stipendien, Studienkredite oder das duale System – ein guter Nebenjob kommt meistens auch noch dazu. Hier gibt's die wichtigsten Infos zu den verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten:


Bafög

Das waren noch Zeiten: Als das "Bundesausbildungsförderungsgesetz" (Bafög) vor 40 Jahren eingeführt wurde, war es noch ein hundertprozentiger Zuschuss: Die Empfänger mussten nicht eine Mark zurückzahlen. Das ist heute ein bisschen anders. In der Regel wird das Bafög zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als zinsloses Darlehen gewährt. Das Darlehen muss fünf Jahre nach Ende der Bafög-Förderungshöchstdauer zurückgezahlt werden, die Rückzahlung muss innerhalb von 20 Jahren abgeschlossen sein. Maximal müssen 10.000 Euro Staatsdarlehen zurückgezahlt werden.


 

Stipendien

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt 12 verschiedene Begabtenförderungswerke, dazu gehören zum Beispiel die Hanns-Seidel-Stiftung oder die Konrad-Adenauer-Stiftung. Das Bewerbungsverfahren für ein Stipendium ist individuell verschieden. Aber lasst euch von dem Begriff "Begabtenförderungswerke" nicht abschrecken: Ihr müsst nicht unbedingt Einser-Kandidaten sein, um ein Stipendium zu bekommen, es kommt oft viel mehr auf eure Persönlichkeit und euer Engagement an.


 

Studienkredite

Bafög ist ein Staats-Darlehen, es gibt aber auch andere Möglichkeiten für Studienkredite – zum Beispiel private Angebote von Banken. Damit solltet ihr aber vorsichtig sein und unbedingt darauf achten, wie hoch die zu zahlenden Zinsen sind. Ein privater Bildungskredit sollte nach Angaben von Experten nur dann in Anspruch genommen werden, wenn alle anderen Möglichkeiten wie Bafög oder Stipendien nicht in Frage kommen. Als Alternative käme vielleicht noch die staatliche KfW-Förderbank in Frage, die Bildungskredite vergibt, allerdings erst nach zwei Jahren Studium.


 

Duales System

Unter dem "dualen System" versteht man ein Studium, das mit einer praktischen Ausbildung verknüpft ist – und für das man ein kleines Gehalt bekommt, so wie bei einer "normalen" Ausbildung. Oft sind es Berufsakademien, die duale Ausbildungen anbieten, zum Beispiel im Bereich der Wirtschaftswissenschaften oder auch Pflege- und Sozialwesen.






 


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