Redaktion
Winfried Hammelmann
Ich bin bei Bremen Vier...
...weil mein Weg mich ohne, dass ich es geahnt habe, hierhin führte, von der Bremer Schule St. Johann, über zehn Jahre Bank, Studium (Germanistik, Kunst, Kulturwissenschaft) und verschiedene Radio-Stationen bis zu Radio Bremen.
Wenn ich nicht hier bin...
...sitze ich wahrscheinlich mit meiner Frau und meiner erwachsenen Tochter in einem griechischen Restaurant, spaziere mit Regina an der Nordsee oder schreibe in meinem Büro, wobei ich mich manchmal frage, warum das Büro nicht direkt Teil meines Stamm-Griechen ist und der sein Lokal nicht am Nordsee-Strand hat.
Glücklich...
...bin ich meistens, denn ich bin ein Optimist! Pech für andere.
Die beste SMS, die ich bekommen habe:
Das wird mein Geheimnis bleiben, weil sehr privat, aber die zweitbeste kann ich wortwörtlich wiedergeben, weil ich sie, nicht gelöscht habe:
Gesendet 17.25 Uhr, 21 Sekunden: Es passiert selten, dass ich bei einem Radiobeitrag laut lache - aber am Ende von "Karlsen 23" hat es mich beim Satz "Was für ein Mann!" eben fast zerrissen! Gruß von Arnd (Zeigler).
Einzelheiten und Hintergründe erzähle ich, wenn wir uns mal privat treffen.
Vier Songs, bei denen ich das Radio lauter drehe:
Timbaland - Scream
Prodigy - Firestarter
Beyoncé - Crazy In Love
Soundtrack "Fluch der Karibik" (wird viel zu selten gespielt)
Drei Dinge, die ich unbedingt mal machen möchte:
Zu einem anderen, als meinem Stammgriechen gehen, die Haare mal offen tragen, ein dickes Buch lesen ... nein: Scherz.
Erstens: Ich würde liebend gerne mal den Machern einer meiner Lieblings-TV-Serien über die Schulter gucken und eine Woche zusehen, wie eine "Simpsons"-Folge entsteht oder beim Dreh von "24" zugucken und einmal durchs Bild laufen.
Zweitens (viel realistischer als Erstens): In den schönen Kaufhäusern Londons shoppen gehen.
Drittens (viel unrealistischer als Erstens): Ein Interview machen mit Shakira.
Zwei Dinge, die ich besser nicht getan hätte:
Erstens: Ich hätte nicht versuchen sollen, am Morgen nach einer großen Party restalkoholisiert die oberen, bereits kaputten durchsichtigen Teile zweier Weingläser gegeneinander so abzuschlagen, dass man die grünen geriffelten Füße noch als Kerzenständer benutzen kann, denn als ich mit dem Glas in der linken Hand auf das in der rechten einschlagen wollte, haute ich die scharfe, kaputte Glaskante mit voller Wucht in meinem rechten Daumen, und die Hand war binnen weniger Sekunden blutüberströmt. Die Narbe und ein Taubheitsgefühl sind bis heute geblieben.
Zweitens: Ich hätte, als mir meine Frau auf einem Open Air Festival mitteilte, dass da gerade die Sängerin einer bestimmten Band an uns vorbei lief, nicht beschließen sollen, Feierabend zu machen, mein Aufnahmegerät mit Mikrofon wegzupacken und das mit der Begründung, dass ich ja bereits drei Interviews im Kasten habe. Die Band hatte gefühlt ein halbes Jahr später einen Mega-Hit, bei dem ich jedes Mal Gänsehaut bekomme. Bis heute ärgere ich mich jedes Mal über meine eigene Blödheit, denn von dem Interview hätte ich noch meinen Enkeln erzählen können: Die Frau war übrigens Gwen Stefani. Mist, Mist, Mist.
Ein schlauer Satz:
Nicht reden - machen.


![Winfried Hammelmann [Quelle: Radio Bremen] Winfried Hammelmann [Quelle: Radio Bremen]](/bremenvier/ueber-uns/team/winfriedhammelmann104_v-viertopteaser.jpg)