Gesundheit Nord
Der Bremer Klinikverbund Gesundheit Nord (Geno) steckt in finanziellen Schwierigkeiten: Zwei der vier Kliniken des Verbundes haben im Jahr 2012 ein Defizit zu verkraften, das sich auf insgesamt etwa 33 Millionen Euro beläuft. Der Bremer Senat will mit einer Finanzspritze Soforthilfe leisten, ein Zukunftskonzept soll folgen.
Ein Sorgenkind in der Bremer Kliniklandschaft: Das Klinikum Mitte.
Etwa 25 Millionen Euro Verlust verbuchte das Klinikum Mitte. Die Patienten blieben nach dem Hygieneskandal fern und verschärften so die finanzielle Lage des Klinikums. Das Klinikum Nord verbuchte 8 Millionen Euro Verlust - an diesem Standort soll nun nochmals das medizinische Angebot überprüft werden. Als Reaktion beschloss der Bremer Senat im Januar 2013 eine Finanzspritze für die Kliniken Nord und Mitte in Höhe von insgesamt 10 Millionen Euro.
Mitarbeiter der Geno hatten zuvor aus Angst um ihren Arbeitsplatz demonstriert und Hilfe vom Senat gefordert. Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der Geno sagten, dass die Soforthilfe ungenügend sei. Um die finanziell angeschlagenen kommunalen Kliniken zu retten, seien mindestens 100 Millionen Euro nötig. Die stellte der Senat nicht in Aussicht, Senatpräsident Jens Böhrnsen bekräftigte aber, dass Bremen auch weiterhin die vier kommunalen Kliniken betreiben und finanzieren werde.
Um den angeschlagenen Kliniken Bremen-Nord und Mitte zu helfen, veränderte die Geno zusätzlich die Kreditsituation aller vier Kliniken. Bisher hatte jedes Klinikum je nach Umsatz einen eigenen Kreditrahmen zur Verfügung - künftig sollen alle vier Kliniken auf einen gemeinsamen Cash-Pool zugreifen können. So würden die Kliniken Mitte und Nord vom guten Ergebnis der Kliniken Ost und Links der Weser profitieren, sagte Geno-Geschäftsführerin Jutta Dernedde Radio Bremen. Weil der Klinikverbund zudem personell unterbesetzt sei, sollen zunächst befristet 200 Stellen neu besetzt werden. Auf diesem Weg hofft man, eine höhere Versorgungsqualität zu erreichen und den 2012 erlittenen Patientenschwund wieder auszugleichen.
Die Probleme des Klinikverbundes liegen nach Aussage von Gesundheitssenator Jochen Schulte-Sasse (parteilos) nicht nur an fehlenden Patienteneinnahmen, sondern auch in der Kostensteigerung beim Personal seit 2008. Ob der Ausstieg aus der Tarifgemeinschaft der Länder eine Lösung ist, wurde noch nicht beantwortet.
Der Klinikverbund will seine Kosten zunächst durch Veränderungen in den Bereichen Essen, Hausverwaltung und Reinigung senken. Im Gespräch sind schnellere Abläufe und Abrechnung, Neuverhandlungen mit Lieferanten und bei der Essensversorgung. Noch im laufenden Jahr soll bis zum Sommer ein "Zukunftsplan 2017" vorgestellt werden, der die weitere Entwicklung skizziert.
Das andere Sorgenkind in der Bremer Kliniklandschaft: Das Klinikum Nord.
Ein weiterer Schritt zur Sanierung der Geno soll ein Neubau des Klinikums Mitte sein. Die Kosten dafür belaufen sich auf derzeit etwa 265,8 Millionen Euro (ursprünglich 230,8 Mio Euro). Der Neubau solle 2016 komplett eröffnet werden und 750 Betten bereithalten (216 Betten weniger als derzeit). Für die Finanzierung bürgt die Stadt Bremen. Um die Bilanz der Geno zu verbessern, ist im Gespräch, dass die Stadt Bremen den Neubau nach Fertigstellung kauft und an den Verbund vermietet. Durch diese Umschuldung könnten die Finanzierungskosten von etwa 25 Millionen Euro jährlich aus der Bilanz der Geno verschwinden. Allerdings könnten die Neubaukosten noch weiter steigen. Zudem steht für das Klinikum Ost eine teure Grundsanierung oder ein weiterer Neubau an - allerdings ist noch unklar, wie die erwarteten Kosten von etwa 100 Millionen Euro aufgebracht werden sollen.
Klinikverbund Gesundheit Nord (Geno-Angaben)
Der Klinikverbund Geno war 2004 ins Leben gerufen worden, um die Betriebskosten für die Bremer Kliniken mit einer gemeinsamen Verwaltung zu senken. Hinter dem Modell stand zudem ein Zentrenkonzept, das Kompetenzen an einem Standort bündeln sollte - teure Doppelstrukturen wurden abgebaut. Nach dem Hygieneskandal im Klinikum Mitte Ende 2011 war das Zentrenkonzept erneut in die Diskussion geraten und wird noch genauer überprüft. Um die steigenden Kosten im Rahmen zu halten, wurde Personal eingespart. 2004 waren noch 7.510 Beschäftigte bei der Geno, 2011 nur noch 6.403.
Mehr Informationen bei Radio Bremen Online:
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