14. Juli 2012, 16:30 Uhr | Phoenix
Dokumentation
70 Jahre nach dem Untergang des Kreuzfahrtschiffes beleuchtet diese zweiteilige Dokumentation die Hintergründe der spektakulären Selbstversenkung der "Columbus" und die Odyssee der deutschen Besatzung in den USA bis zu ihrer Heimkehr Ende 1945. Grundlage der Dokumentation bilden die einzigartigen 16-mm-Filmaufnahmen und die zahlreichen Fotografien des Bordfotografen Richard Fleischhut, die von der "Columbus" erhalten geblieben sind.
Die Mannschaft der "Columbus" bringt sich in Sicherheit
Als im Juni 1939 der Passagierdampfer "Columbus" Bremerhaven verlässt, ahnt niemand, dass der Luxusliner zu seiner letzten Fahrt aufbricht. Am 19. Dezember 1939 versinkt das Kreuzfahrtschiff brennend im Atlantik. Die Mannschaft der "Columbus" wird vom amerikanischen Schiff "Tuscaloosa" aufgenommen und nach New York gebracht. Es folgen Internierungen, erst auf "Ellis Island", später auf "Angel Island" in San Francisco und schließlich in Fort Stanton, New Mexiko. Viele Mannschaftsmitglieder können erst nach Kriegsende nach Deutschland zurückkehren.
Der zweite Teil der Radio Bremen-Dokumentation erzählt vom Schicksal der Columbus-Besatzung nach dem Untergang: Zunächst auf Ellis-Island interniert, werden die Schiffbrüchigen immer wieder zum Spielball der internationalen Auseinandersetzungen. Die britische Marine lässt nicht zu, dass die Besatzung nach Deutschland zurückkehren kann. So werden die Männer der Columbus zunächst nach San Francisco verlegt, wo sie auf der Gefangeneninsel "Angel Island" unterkommen. Lediglich einige "wehrunfähige" Männer dürfen von hier aus die Heimreise antreten. Knapp 500 Besatzungsmitglieder müssen jedoch bis zum Kriegsende in den USA bleiben. Ihre Heimat ist ab 1941 das Lager Fort Stanton in New Mexiko.
Die Internierten im Lager
Nach ihrer Rückkehr 1945 nach Deutschland werden sie als Kriegsgefangene behandelt und kommen in die berüchtigte Festung Hohenasperg bei Stuttgart. Erst 1946 ist für die meisten Männer der "Columbus" die letzte Fahrt zu Ende.
Den Autoren Reinhard Joksch und Annette Sander ist es gelungen, nicht nur ehemalige Crewmitglieder der "Columbus" zu finden, die sich an dieses Ereignis erinnern als sei es gestern gewesen: Auch Besatzungsmitglieder des amerikanischen Kreuzers "Tuscaloosa", wie der Matrose Frank Arnold oder der Elektriker Charles Olintz berichten von der dramatischen Rettungsaktion der deutschen Schiffbrüchigen. Sie fügen in dieser packenden Dokumentation die Sichtweise der USA auf den Lauf der Ereignisse hinzu.
Gefördert mit Mitteln der nordmedia fonds GmbH Niedersachsen/Bremen.
Der Untergang - Teil 1
Der Untergang - Teil 1
Info: Produktionen
![TV-Kamera im RBTV-Studio [Quelle: Radio Bremen, Foto: Sebastian Ruholl] TV-Kamera im RBTV-Studio [Quelle: Radio Bremen, Foto: Sebastian Ruholl]](/fernsehen/produktionen/kamera104_v-mediateaser.jpg)
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