Strandleben - Die Geschichte der deutschen Seebäder
Im Jahr 1793 wird das erste deutsche Seebad in Heiligendamm an der Ostsee gegründet. Das Strand- und Badeleben wird von strengen Regeln beherrscht: Strikte Trennung der Geschlechter, Ganzkörperbedeckung für Frauen und geplanscht wird nur vom Badekarren aus.
Lange Zeit tummeln sich in den Seebädern nur der Hochadel und das Großbürgertum. Doch das Baden ist Nebensache. Es werden Geschäfte besprochen, flaniert und Verlobungen geschlossen. Luftige Strandmode gibt es nicht. Bei einem Spaziergang am Strand wird genauso elegante Kleidung getragen, wie bei einem Dinner an der Promenade. Strandkleider im 19.Jahrhundert sind schweißtreibend und unpraktisch.
Nach dem ersten Weltkrieg liberalisiert sich das Badeleben. Auch mittelständische und kleinbürgerliche Kreise besuchen jetzt die Seebäder. Nun wird auch etwas nackte Haut toleriert. Endlich wird die Strandmode leichter und luftiger für Fauen. Es ist der Beginn der Strand- und Bademode.
Ein Klassiker dieser Zeit ist ein zweiteiliges Trikot mit Häubchen. Die Herren tragen ebenfalls Trikot, jedoch mit luftigen Einblicken auf den Oberkörper.
In den 20er Jahren des 19.Jahrhunderts wird die strickte Teilung der Geschlechter in den Seebädern aufgehoben. Endlich dürfen Männer und Frauen gemeinsam an den Strand. Damit die Bademode nicht zu freizügig wird,verhängt Preußen 1932 den Zwickel Erlass. Das heißt: Damen dürfen nur noch baden, wenn der Badeanzug Brust und Leib an der Vorderseite vollständig bedeckt und mit einem Zwickel versehen ist.
Während des zweiten Weltkrieges kommt das Badeleben komplett zum Erliegen. Es erwacht jedoch nach Ende des Krieges zu neuem Leben.
In den 50er Jahren nimmt die Bademode eine rasante Entwicklung. Badeanzüge werden in verschiedenen Farben und Formen angeboten. Der Bikini, in den 40er Jahren noch verpönt, wird modern. Mit der Bademode wird auch das Strandleben so freizügig wie noch nie. Das Nackt-Baden wird erlaubt. FKK-Strände entstehen. Das Strand- und Badeleben bekommt eine ganz neue Dimension.
Heute ist die Bade- und Strandmode sogar zum Wirtschaftsfaktor geworden. Bikinis und Badeanzüge schillern an den Stränden in allen Farben und Formen.
Mehr zum ersten Teil der Dokumentation
An der Ostseeküste
Mehr zum zweiten Teil der Dokumentation
An der Nordseeküste
Info: Produktionen
![TV-Kamera im RBTV-Studio [Quelle: Radio Bremen, Sebastian Ruholl] TV-Kamera im RBTV-Studio [Quelle: Radio Bremen, Sebastian Ruholl]](/fernsehen/produktionen/kamera104_v-mediateaser.jpg)
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