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Christian Thielemann ist der derzeit gefragteste deutsche Dirigent und Orchesterleiter weltweit.Wo immer er auch auftritt, hat er das Publikum auf seiner Seite und spornt das Orchester zu Höchstleistungen an.
Christian Thielemann
Thielemann ist 1959 in Berlin in eine musikbegeisterte Familie hineingeboren worden. Mit fünf Jahren nahm er bereits Klavierunterricht, zwei Jahre später lernte er Geige zu spielen, und mit neun Jahren begeisterte ihn die Bratsche, die den Grundstein zu seiner Leidenschaft für tiefe, dunkle Klänge legte.
Mit vierzehn Jahren nahm Thielemann als Privatschüler an der Berliner Musikhochschule ein Klavierstudium auf.
Als er im selben Alter in einer Berliner Inszinierung Wagners "Tristan und Isolde" Heinrich Hollreiser dirigieren sah und hörte, war seine Leidenschaft für das Dirigieren entflammt.
Video: Christian Thielemann (Trailer)
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Mit sechzehn Jahren absolvierte Thielemann ein Test-Dirigat bei Herbert Ahlendorf, das jedoch misslang. Ahlendorf, der damals das Berliner städtische Konservatorium leitete, stempelte ihn als unbegabt ab. Daraufhin nahm ihn Hans Hildorf unter seine Fittiche, damals Dirigent und Studienleiter an der Oper Berlin und Chefdirigent der Berliner Singakademie, und schlug Thielemann 1978 als Korrepetitor an der deutschen Oper Berlin vor. Dort begann er als Assistent von Herbert von Karajan, der sein Lehrmeister und Mentor wurde. Nach Stationen in Gelsenkirchen, Karlsruhe und Hannover wurde Thielemann im Jahr 1985 erster Kapellmeister an der deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf. Drei Jahre später trat er als jüngster Generalmusikdirektor Deutschlands in Nürnberg an. Die Presse feierte Thielemann als einen herausragenden jungen Dirigenten mit einer außergewöhnlichen Begabung für das deutsche Opern- und Orchesterrepertoire.
Ab Mitte der 80er Jahre begann Thielemann als Kapellmeister seine internationale Karriere zu intensivieren. Er trat in großen Konzerthallen in Italien, London, Wien, Zürich und in mehreren Staaten in den USA auf. Im Jahr 1997 kehrt er als Generalmusikdirektor an die deutsche Oper Berlin zurück. Im Jahr 2000 feierte Thielemann sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen mit Wolfgang Wagners "Die Meistersinger von Nürnberg." Mit Ovationen wurde seine mit Strenge, Temperament und Leidenschaft begleitete Inszenierung bejubelt. Kritiker beschrieben ihn endgültig als Dirigent, dessen Können, Kunst und Musikalität an größte Vorbilder anknüpft
Im Jahr 2004 verließ Thielemann überraschend Berlin und wurde Generalmusikdirektor der Münchner Philharmoniker. Er nahm jedoch auch regelmäßig Engagements aus dem Ausland an. Unter anderem an der Wiener Staatsoper. 2008 übernimmt er die musikalische Leitung der Festspiele in Bayreuth. Im Juli 2011 verließ Thielemann die Münchner Philharmoniker nachdem man ihm neue Vertragsbedingungen auferlegen wollte. Im Sommer 2012 übernimmt er die Leitung der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Im Jahr 2013 wird er zusätzlich das Amt des künstlerischen Leiters der Osterfestspiele in Salzburg antreten und mit der Sächsischen Staatskapelle Dresdens auftreten.
"Ich hatte viel Glück und war zur rechten Zeit am rechten Ort", beschreibt Thielemann den steilen Weg seiner Karriere. Doch ganz so einfach war es nicht. Auf dem Weg seiner märchenhaften Karriere musste Thielemann auch Niederschläge einstecken, die seinen Willen auf den Prüfstand gestellt haben.
Mit seiner Sturheit eckte er oft an und Kritiker betitelten ihn als ultra-konservativen Geist, der sich Wilhelm Furtwängler zum Idol gemacht hatte. Furtwängler, der Mann der großen Linien und der aufgeputschten Gefühlsklänge. Der Romantiker am Dirigentenpult und der deutsche Dirigent schlechthin, auch in der Zeit der Hitler-Diktatur. Er war Thielemanns Vorbild. Er hat ihn im Mut zur Interpretation und Selbstgestaltung der Stücke inspiriert. Auch die Hinwendung zu der Konzentration auf die deutsche Romantik, wie zum Beispiel Wagner und Brahms, hat er Furtwänglers Inspiration zu verdanken.
Auch als er sich für das Werk des politisch belasteten Komponisten Hans Pfitzner einsetzte, gab es negative Schlagzeilen. Thielemann setzte Pfitzners "Palestrina", eine uraufgeführte Künstleroper von 1917, in Nürnberg 1988 auf das Programm. Pfitzner war nicht nur wegen seiner deutschnationalen, antisemitischen Haltung verrufen sondern galt auch bei fortschrittlichen deutschen Theatermachern jener Zeit als missliebig. Thielemann interessierte diese Haltung nicht. Er war von der dunkel leuchtenden Klangsymbolik des Stücks begeistert.
Doch spätestens im Jahr 2000, nachdem Christian Thielemann sein Debüt mit Wolfgang Wagners "Meistersinger" – Produktion bei den Bayreuther Festspielen gab, mussten selbst die Kritiker eingestehen, dass der streitbare Mann aus Berlin die Musik ins deutsche Feuilleton zurückdirigiert hatte. Nach den Bayreuther Premieren von "Parsival" und "Tannhäuser" im Jahr 2003 war klar, dass hier der führende deutsche Dirigent am Werk war.
Christian Thielemann hat sich von Niederschlägen nicht unterkriegen lassen und ist eigensinnig den steinigen Weg zum Ruhm empor geklettert. Insbesondere als Operndirigent gilt er heute weltweit als unerreicht.
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