Psychische Erkrankungen in der Gesellschaft
Immer mehr Menschen sind psychisch krank. Laut Bundes-Psychotherapeuten-Kammer gehören psychische Erkrankungen bei den Arbeitsunfähigkeitstagen und Frühberentungen bundesweit zu den häufigsten Diagnosen. Laut einem Bericht der Krankenkasse DAK haben sich seit 1998 die Krankschreibungen aufgrund psychischer Leiden beinahe verdoppelt. Als häufigste Gründe nennt die DAK Burn Out oder Depressionen. Im Folgenden sollen einige psychische Erkrankungen kurz erläutert werden.
Die Depression ist weltweit die am häufigsten verbreitete psychische Erkrankung. In Deutschland leiden nach Angaben des Robert-Koch-Instituts pro Jahr etwa fünf bis sechs Millionen Menschen zwischen 18 und 65 Jahren an einer Depression. Frauen sind doppelt so häufig wie Männer betroffen. Grundsätzlich bezeichnet die Depression einen Zustand psychischer Niedergeschlagenheit. Diese kann sich in Form von Antriebslosigkeit, Schlafstörungen oder der Unfähigkeit, Freude zu empfinden, äußern. In der Regel werden zur Behandlung Antidepressiva eingesetzt. Möglich ist jedoch auch eine Psychotherapie, die entweder alleine oder mit Antidepressiva erfolgt.
Eine Manie ist das Gegenteil von Depression. Die Betroffenen befinden sich in einem hohen Energieniveau. Dieses zeigt sich beispielsweise in einem gesteigerten Selbstwertgefühl, Größenwahn, einem verminderten Schlafbedürfnis oder einer inneren Getriebenheit. Am häufigsten tritt die Manie in Form einer Manischen Depression auf. Das bedeutet, dass sich Phasen von Manie und Depression abwechseln. Die Rede ist dann auch von einer Bipolaren Störung. Zur Behandlung einer akuten Manie werden unter anderem Lithiumpräparate oder Antiepileptika eingesetzt. Auch eine kognitive Verhaltenstherapie ist möglich.
Der Begriff bezeichnet übersetzt "ausgebrannt sein" und beschreibt einen Zustand starker emotionaler, körperlicher, psychischer und sozialer Erschöpfung über einen längeren Zeitraum. Die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD) zählt das Burn-Out-Syndrom nicht zu den Krankheiten, sondern definiert es als "Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“. In der Symptomatik zeigen sich jedoch deutliche Parallelen zu einer Depression. Die Deutsche Depressionshilfe geht davon aus, dass ein Großteil derjenigen, die sich aufgrund des Burn-Out-Syndroms krank schreiben lassen, an einer depressiven Erkrankung leidet.
Radio-Beitrag: Ständig unter Druck. Zeitphänomen Burn-out
Deutsche Depressionshilfe: Fünf Gründe gegen das Modewort Burnout
Angststörungen gehören neben Depressionen und Suchterkrankungen zu den häufigsten psychischen Störungen. Experten gehen davon aus, dass 14 bis 25 Prozent der Menschen im Laufe ihres Lebens an einer Angststörung leiden. Frauen sind dabei mehr als doppelt so häufig betroffen wie Männer. Zu den Angsterkrankungen zählen beispielsweise Panikattacken, soziale Ängste oder Phobien. Körperlich zeigen sich Symptome wie Herzrasen, Schweißausbrüche oder Katastrophengedanken. Von einer Angststörung spricht man jedoch erst dann, wenn die Angst unbegründet auftritt. Sie wird medikamentös, mit einer Psychotherapie oder mit Entspannungsverfahren behandelt.
Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums sind bundesweit 1,3 Millionen Menschen alkoholabhängig, 1,4 Millionen Menschen medikamentenabhängig, 600.000 Menschen weisen einen problematischen Cannabiskonsum auf, 200.000 Menschen konsumieren illegale Drogen und bis zu 400.000 Menschen gelten als glücksspielsüchtig. Oft geht einer Suchterkrankung eine psychische Störung voraus. Die Betroffenen greifen zu Suchtmitteln, um so ihre Niedergeschlagenheit, ihre Anspannung oder ihre Angst zu verdrängen, wenn sie Symptome einer psychischen Störung bei sich wahrnehmen. Im Umkehrschluss können Suchtmittel auch eine psychische Störung hervorrufen. Eine Behandlung beinhaltet demzufolge oft nicht nur den Entzug, sondern auch eine Psychotherapie oder eine Behandlung mit Psychopharmaka.
Ausführliche Informationen auf der Website von "Psychiatrie Netz"
Dabei handelt es sich um schwere Störungen der Persönlichkeit und des Verhaltens der betroffenen Personen. Es gibt beispielsweise die narzistische Persönlichkeitsstörung, die zwanghafte Persönlichkeitsstörung oder die Borderline-Störung. Nach Angaben der Psychologin Dr. Silke Wiegand-Grefe vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf sind Persönlichkeitsstörungen ungleich schwieriger zu behandeln als andere psychische Störungen, da es sich um eine Störung der Persönlichkeit handelt, die nicht auf andere psychiatrische Störungen zurückzuführen sind. Eine Behandlung erfolgt in der Regel mit einer Psychotherapie. Hin und wieder werden auch Psychopharmaka wie Antidepressiva eingesetzt.
Ein Prozent der Bevölkerung leidet an Schizophrenie. In Deutschland sind es laut Expertenmeinung etwa 800.000 Menschen. Die Betroffenen erleben häufig Halluzinationen, das bedeutet, die sehen, hören, tasten oder riechen Dinge, die für andere nicht erkennbar sind. Die Krankheit kann leicht oder schwer ausgeprägt sein und ist manchmal für Außenstehende kaum wahrnehmbar. Die Schizophrenie gilt als schwere psychische Störung und zählt zur Gruppe der Psychosen. Entgegen der weitverbreitenden Meinung ist die Schizophrenie heute gut behandelbar, in der Regel medikamentös.
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