Just Music
Es gibt nur wenige Platten, die "Gesamtkunstwerke" geworden sind. Eine davon ist Pink Floyds "Dark Side Of The Moon". Am 1. März 1973, also vor 40 Jahren ist sie erschienen. Schnee von vorgestern? Sehr lebendig, weiß Joachim Deicke und berichtet über Pink Floyd und ihre Risiken und Nebenwirkungen...
40 Jahre Dark Side Of The Moon
Da war das Pink-Floyd-Album mit der Kuh vorne drauf, das Album mit dem brennenden Mann, das Album mit dem undefinierbaren Irgendwas und dann natürlich das Album mit dem Prisma: "Dark Side Of The Moon"
Und ja, gut! Damals – vor 40 Jahren – war es bahnbrechend, umwerfend und verstörend, was Pink Floyd und ihr Studiozauberer Alan Parsons zusammengebastelt hatten. Es war die Klang gewordene Ersatzdroge für alle, deren Dealer gerade im Urlaub war
Das Album brachte seine Hörer auf die seltsamsten Ideen. Die einen entdeckten einen kaum hörbaren Melodiefetzen von den Beatles, der versehentlich auf die Bänder geraten war
... die anderen stellten seltsame Parallelen und Beziehungen fest, wenn man das Album gleichzeitig mit dem Filmklassiker "der Zauberer von Oz" laufen ließ. Musik und Texte scheinen zu den Filmszenen zu passen:
Das Internet ist voll mit solchen Verschwörungs-Theorien. Aber: Ist das ein Grund, das Rock-Fossil noch mal auszubuddeln?
Irgendwas muss dieses Album wohl haben: Komischerweise sind gerade in den letzten Jahren etliche Musiker auf die "Dunkle Seite des Mondes" geraten: Vorneweg die Reggae-Jongleure der Easy Star All Stars, die den ganzen Zauber vom ersten bis zum letzten Ton neu aufgenommen haben.
Diese "Dub Side Of The Moon" ist selbst ein kleines Meisterwerk geworden. Es gibt das ganze Album aber auch in einer Metal- und einer Bluegrass-Version:
Ein paar Enthusiasten haben versucht, die Songs ohne Gitarren und Synthesizer - nur mit ihren Stimmen - nachzuzeichnen.
Dann ist da "Dark Side of The Moon" - das Cello-Album. Oder die angeswingte Jazz-Fassung.
Und natürlich gibt's auch die unvermeidliche Bossanova-Variante
Geht ja eigentlich gar nicht. Nur: Es zeigt, was dieses abgedrehte Pink-Floyd-Album auch nach vierzig Jahren noch bewegt. Und wenn man's richtig anpackt - so wie die amerikanische Songwriterin Mary Fahl auf ihrer eigenwilligen Neu-Interpretation -, dann merkt man "Dark Side Of The Moon" die vier Jahrzehnte absolut nicht an
Info: Just Music!
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Don't Panic - it's just music! Und die Musik - die beißt nicht, die will doch nur spielen! Die schlechtesten Aufnahmen aller Zeiten, die schönsten Liebeserklärungen ans Fahrrad; die Songs des arabischen Frühlings; die wildesten Trends, die schrägsten Vögel: Joachim Deicke nimmt sie sich in seiner wöchentlichen Musikkolumne vor. Globale Stile, gerissenes Marketing, spektakuläre Events, skurrile Instrumente: Alles ist Thema. Alles ist ... just Music!
... jeden Freitag in Funkhaus Europa.
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