Luchs 282
Bird und Sugar Boy sind beste Freunde. Die beiden Jungs unternehmen ganz viel miteinander.
Das gefällt der Mutter von Sugar Boy ganz und gar nicht. Denn Bird ist "keine gute Gesellschaft". Seine Mutter ist kurz nach der Geburt des Kindes durchgebrannt. Der Vater muss sich ums Geldverdienen in seiner kleinen Autowerkstatt kümmern. Die beiden kommen so gerade über die Runden, Bird ist oft auf sich allein gestellt. Dann träumt er, macht Quatsch oder malt Vögel.
Buchcover "Ich bin Bird"
Als Bird erfährt, dass Sugar Boy 4000 Kilometer weiter, auf die andere Seite Australiens, umziehen wird, bricht für den Jungen seine mühsam aufgebaute Existenz zusammen. Bird ist untröstlich, zieht sich immer mehr in seine Vogeltraumwelt zurück, mit dem Vater spricht er kaum, die Lehrer ärgert er nur noch. Schließlich bricht er auf… "Ich bin Bird" ist ein zartes Buch, voller Sehnsucht und Träume.
"Die Autorin erzählt sehr konsequent aus der Innensicht des verschlossenen Jungen, der es nicht schafft, seine Ängste und Verstörungen zu äußern. Der drohende Verlust des Freundes erinnert ihn schmerzlich an den Verlust der Mutter, er sieht sich als jemanden, der es nicht wert ist, dass man bei ihm bleibt. Der Prozess, wie er da herausfindet, ist sehr eindrucksvoll und nachvollziehbar geschildert. Es ist eine eher stille Geschichte, mit wenig "action", dafür aber sehr nahe dran am Leben. Das, worüber sich Bird im fernen Australien Gedanken macht, beschäftigt bestimmt auch bei uns viele Kinder."
Heike Brandt, kulturradio.
Leseprobe
…Als wir in der vierten Klasse waren, fuhren viele von uns mit den Fahrrädern im Graben rum. Der Graben ist so eine Art Tal…Die Siebtklässler hatten es nicht gern, wenn wir in ihrer Nähe herumfuhren. Eines Tages sagte ich zu Dean Orbs und Tony Torucci, "Kommt, wir fahren rüber zu den Siebenern." Dean fing davon an, dass er eigentlich nach Hause müsste, und Tony tat so, als ob er mich nicht gehört hätte. Sugar Boy trat vor und sagte, "Okay, Bird! Fahren wir!" So hatte mich noch niemand genannt. Ich heiße Burdell. James Burdell. Ich war ziemlich überrascht, als er das sagte – Bird….James Burdell, Bird…Birdy….und als Sugar Boy mich so nannte, mochte ich ihn mehr als vorher, denn das war so, als ob er mich kannte, auch wenn es nicht stimmte, weil ich ihm nichts von den Vögeln erzählt hatte.
Sofie Laguna wurde 1968 in Sydney geboren. Sie studierte Jura, merkte aber bald, dass sie nicht Rechtsanwältin werden wollte. Sie machte eine Schauspielausbildung. Heute ist sie Kinderbuchautorin, Schauspielerin und Dramatikerin. Ihre Bücher haben in Australien zahlreiche Preise und Auszeichnungen bekommen.
Sofie Laguna weiß, wie wichtig beste Freunde, Vögel und Motorräder sind.
Ingo Herzke wurde 1966 geboren. Er übersetzt aus dem Englischen, z.B. John Griesemers Romane "Rausch und Niemand denkt an Grönland" oder das Werk von A. L. Kennedy. Ingo Herzke lebt in Hamburg.
Sofie Laguna
Ich bin Bird
Aus dem Englischen von Ingo Herzke
ISBN 978-3-551-55542-7
ab 12 Jahren VK 12,90 € (D) / 13,30 € (A)
Luchs-Kinderbuchempfehlungen bei "Die Zeit"
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