Luchs 290
Nach dem Tod der Mutter ziehen Ole und sein Vater um. Neue Schule, neues Leben. Mit dem Vater gibt es nur Streit, weil Ole nicht zur Schule gehen will. Lieber verkriecht er sich in die Welt des Superhelden Habichtmann. Bis ein weißes Kaninchen die Wende bringt…
Ole hat viel Fantasie. Tagsüber träumt er oft von Habichtmann, dem mutigen und unerschrockenen Comic-Helden. Außerdem hat er die tollsten Einfälle: Jeden Morgen denkt er sich einen anderen Trick aus, um nicht zur Schule zu müssen. Eines Tages sieht Ole ein weißes Kaninchen über die Straße hoppeln, als ein Auto um die Ecke biegt. Blitzschnell stürzt Ole hinaus und rettet das kleine Tier gerade noch rechtzeitig.
Mutig wie Habichtmann. Das Kaninchen heißt Hubert und gehört der alten Dame von gegenüber, die schon seit Jahren das Haus nicht mehr verlassen hat. Hubert ist krank. Weil Rosa nicht raus gehen kann, bringt Ole das Kaninchen zum Tierarzt. Und so nimmt eine wunderbare, weil doch sehr seltsame Freundschaft ihren Anfang. Nach und nach hilft Ole Rosa ihrer Angst zu besiegen. Jeden Tag entfernen sich die beiden einen Schritt mehr vom Rosa-Haus. Dabei merkt Ole gar nicht, wie auch er sein Schneckenhaus verlässt.
Mittels dieser Freundschaft gelingt es der niederländischen Autorin Tanneke Wigersma, eine sehr traurige Geschichte in eine ziemlich schöne zu verwandeln. Ole, der auf den ersten Blick frech und ungehorsam erscheint, zeigt nach einigen Seiten den Grund für seinen Kummer. Die Einsamkeit nach dem Tod seiner Mutter verbindet ihn mit Rosa, die sich nach der Scheidung von ihrem Mann im Haus verkriecht. Im Verlauf der Geschichte wird dabei mindestens drei der hier Beteiligten ordentlich Mut gemacht: Ole natürlich, Rosalinda und zuallererst dem Leser.
Tanneke Wigersma wurde 1972 in den Niederlanden geboren. Sie studierte an der Kunstakademie in Kampen und arbeitete beim Kindersorgentelefon. 2002 veröffentlichte sie ihr erstes Bilderbuch, dem weitere Bücher folgten. Sie lebt im niederländischen Zwolle.
Andrea Kluitmann wurde 1966 geboren, arbeitet seit 1992 als Fach- und Literaturübersetzerin, gibt Workshops und hält Lesungen. Sie lebt und arbeitet in Amsterdam. 2007 wurde ihr zusammen mit Do van Ranst für das Buch "Rabenhaar" der Deutsche Jugendliteraturpreis verliehen.
Illustriert wurde der Roman von Marion Goedelt mit wenig Farben, aber prägnanten Bildern. Marion Goedelt wurde 1973 in Hamburg geboren, studierte Illustration an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg. Auf der Internationalen Kinderbuchmesse Bologna stellte sie 2001 erstmals ihre Bilder aus. Seit 2001 lebt sie in Berlin und gründete dort das Atelier "gute gründe". Sie illustriert Kinderbücher und Schulbücher.
Ole Habichtmann – Jessica Liedtke im Gespräch mit Hartmut El Kurdi, [4:43]
Info: Kinder- und Jugendbuchpreis Luchs
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