Sie strahlen, leuchten, funkeln, blinken am dunklen Himmel: Sterne. Seit jeher faszinieren sie die Menschen. Und nun ist kein klarer Nachthimmel mehr nötig, um sie zu betrachten. Möglich macht das Google, und zwar mit einem neuen Dienst, den Netsurfer Lars Reppesgaard sich angesehen hat.
Google hat mit "100.000 Stars" eine richtig tolle Webseite aufgebaut. Zu sehen sind dort viele, viele Sterne. Das Ganze ist aber keine fiktionale Karte aus einem Science-Fiction-Videospiel, sondern eine, die sich an ganz realen Daten orientiert. Das ist der echte Sternehimmel, das sind die Sterne, die unserer Sonne am nächsten sind. Sie wurden hier eins zu eins in einer Computersimulation nachgebildet, so dass man nicht nur – wie bisher bei Google Maps – den statischen Sternenhimmel betrachen kann. Man kann sich hier interaktiv durch den Weltraum bewegen und – ganz ohne Raumanzug oder Raumschiff –einen Flug durch unsere galaktische Nachbarschaft unternehmen.
Wie funktioniert das?
Google holt sich in Echtzeit die Daten unter anderem Daten, die von der NASA und von der europäischen Weltraumbehörde ESA verwendet werden. Die werden blitzschnell verarbeitet, und zugleich werden diese Informationen dann grafisch so aufbereitet, dass wir keine Datenberge und Zahlenreihen sehen, sondern Bilder, die wir sofort begreifen. Bilder, die uns zeigen, wie der Sternenhimmel um uns herum aussehen würde, wenn wir tatsächlich mit Superkräften durch den Weltraum fliegen könnten.
Auf der Webseite gibt es eine vorgefertigte Tour, die in unserem Sonnensystem startet. Man kann sich auch in Eigenregie von der Sonne weg zoomen, durch die Oorthsche Wolke und dann zum Beispiel weiter in Richtung Alpha Centrauri und dann ab zur Vega. Und dann kann man die jeweiligen Sterne anklicken, sieht bei 87 Sternen weitere Grafiken, Simulationen und liest spannende Informationen. Zum Beispiel, dass der Stern Vega, so wie die Sonne auch, von einem Ring aus Planetenschutt umkreist wird, so wie der Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter um die Sonne kreist.
Warum bietet Google so einen Seite an?
Um zu sehen, ob es funktioniert. Ich denke, dass wir in Zukunft immer öfter diese Art von Webseiten und Animationen sehen. Es gibt einen Trend in der Informationstechnologie, den man Big Data nennt: Riesige Datenmengen werden in Echtzeit so aufbereitet, dass man sie gescheit nutzen kann. Das Problem ist heute, dass es schon jetzt so unfassbar viele Daten gibt, die eigentlich nicht mehr zu überblicken sind. Diese Visualisierung des eigentlich für uns Unsichtbaren und Nichtfassbarem ist ein tolles Beispiel dafür, wie in Zukunft gesammelte Daten aufbereitet werden können. Was wir hier sehen, sind letztlich keine Fotos aus dem Weltraum, sondern Daten, die in Animationen verwandelt werden. Google übt also, wie man Daten für das menschliche Auge sinnvoll aufbereiten kann – und gewinnt dadurch Grundlagenwissen für zukünftige Dienste, die sich dann für Google vielleicht auch zu Geld machen lassen und uns noch viel beeindruckendere Datenwelten zeigen.
Googles Sternenhimmel, [2:38]
Severino Melchiorre im Gespräch mit Netsurfer Lars Reppesgaard
Info: Netsurfer
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