Netsurfer
Filme gucken, Spiele spielen, Fotos teilen oder Beiträge von Freunden kommentieren – wir machen mittlerweile alle sehr viel im Netz. Die spannende Frage ist: was machen wir eigentlich am allermeisten im Internet? Neue Zahlen zu dieser Frage hat sich unser Netsurfer Lars Reppesgaard angesehen.
Knapp daneben! Facebook ist sehr, sehr populär, eine Milliarden Nutzer haben sich dort angemeldet, aber damit ist Facebook in der Rangliste der populärsten Internetdienste nur auf Platz Zwei.
Tatsächlich ist der populärste Dienst im Web ein guter alter Bekannter: die E-Mail. Mehr als zwei Milliarden Menschen nutzen sie einer Untersuchung des Internetunternehmens Pingdom zufolge immer noch. Allein Google Mail hat 425 Millionen Nutzer. Also: E-Mail steht ganz oben auf der Hitparade der Webdienste.
Ja, out sind sie in gewisser Weise schon. Vor allem Jüngere kommunizieren in erster Linie über Facebook oder Nachrichtendienste wie What’s App, und im Privaten wird die E-Mail tatsächlich unwichtiger. Party-Einladungen beispielsweise habe ich früher immer per Mail bekommen, jetzt verpasse ich richtig was, wenn ich nicht dauernd auf Facebook checke, wie meine Freunde ihren Geburtstag feiern.
Weil in allen Unternehmen fast alles, was kommuniziert wird, über E-Mail läuft. Und das summiert sich dann auf 144 Milliarden Mails pro Tag. Und dass, obwohl dort auch alle eigentlich mehr und mehr von Mails genervt sind. Die Hälfte aller Mails wird inzwischen als total unwichtig empfunden. Das Problem ist aber, dass die Leute in den Firmen sich daran gewöhnt haben, alles und jeden über jeden noch so kleinen Schritt per E-Mail zu informieren. Dann ist man abgesichert und kann sagen: Iiiiich habe ja alles richtig gemacht und euch informiert. Also: Jeder ist genervt von Mails, aber jeder tut auch das Seine dazu, dass das Phänomen so nervt. Das ist ein wenig wie beim Stau. Über den schimpfen auch alle, wenn sie drin stehen. Aber das Auto lässt deswegen kaum einer stehen.
Mal schauen, erste Ansätze, dass die E-Mail nicht mehr so intensiv genutzt werden soll, gibt es auch schon in Unternehmen. Dort sehen die Manager ja auch inzwischen, dass diese Form der Kommunikation nicht besonders effizient ist. Erste Unternehmen wie Atos Origin, eine IT-Firma, sagen deshalb: Wir wollen in ein paar Jahren E-Mail-frei sein.
Ja, aber auch das wird zunehmend über Lösungen passieren, die wie Facebook aussehen, aber nur innerhalb eines Unternehmens funktionieren. Also: Jeder hat sein Profil, man folgt Kollegen, die für einen interessant sind, und alles, was wichtig ist, sieht man wie bei Facebook in einem zentralen News-Stream. Solche Lösungen anzubieten, das ist gerade für die großen Software-Firmen, Microsoft, IBM und Co. das nächste große Ding.
Warum die E-Mail nicht totzukriegen ist, [3:29]
Marius Zekri im Gespräch mit Netsurfer Lars Reppesgaard
Info: Netsurfer
Durchs Internet mit Funkhaus Europa
Funkhaus Europa bei Facebook
![Facebook-Logo [Quelle: Montage Radio Bremen] Facebook-Logo [Quelle: Montage Radio Bremen]](/facebook136_v-mediateaser.jpg)
Funkhaus Europa empfangen
Alle nötigen Daten für den Empfang von Funkhaus Europa. Ob terrestrisch, per Satellit oder Kabel – hier bekommen Sie die nötigen Daten. Mehr...
So erreichen Sie die Bremer Redaktion von Funkhaus Europa
Haben Sie einen Wunsch, eine Anregung oder eine andere Information, die Sie uns mitteilen möchten? Hier finden Sie die richtigen Ansprechpartner. Mehr...
Unser Partnersender WDR
Bei unserem Partnersender WDR finden Sie beispielsweise das Sendeschema. Mehr...
Jetzt auf radiobremen.de
Werder Bremen: Neuer Trainer Dutt wird heute vorgestellt
Bessere Arbeitsbedingungen: ENO-Mitarbeiter treffen sich zu Betriebsversammlung
Streit um Beratungsstelle: SPD-Fraktionschef will Rat und Tat-Zentrum erhalten
Böhrnsens Türkei-Reise: "Wichtig, sich mal sehen zu lassen"