Netsurfer
Das Herunterladen von Daten ist mit dem Handy oft mühsam. Am Computer mit Breitband-Anschluss zu Hause fließen mit dem entsprechenden Vertrag auch große Dateien unbegrenzt schnell. Das allerdings könnte sich bald ändern. Die Telekom will neue Regeln für das Surfen einführen und wie die aussehen, weiß Netsurfer Lars Reppesgaard.
Die Telekom will bei den Breitband-Tarifen, die dafür sorgen, dass wir zuhause am PC oder über unser Wylan surfen, ab Mai 2013 eine Volumengrenze einführen. Das heißt: Wie bei Handydatentarifen soll damit die Übertragungsgeschwindigkeit gedrosselt werden, wenn man ein bestimmte Datenvolumen erreicht hat.
Bisher kann ich ja zu Hause so viel surfen und Daten runterladen wie ich will. In Zukunft möchte die Telekom dass es eine Obergrenze für das Runterladen von Dateien gibt. Wenn die erreicht wird, soll die Geschwindigkeit zur Datenübertragung runter geregelt werden und zwar soweit, dass die Daten dann wirklich nur noch aus der Leitung tröpfeln wie man es noch aus den 90er Jahren kennt... Das hat ein kleines Weblog gerade publik gemacht und die Telekom hat bestätigt, dass man dementsprechende Überlegungen anstellt.
Die Telekom sagt, das sie für die meisten Kunden eine gute Sache sind. Es gibt ja – das weiß man tatsächlich – einige Kunden, die enorm viele Daten runterladen. Diejenigen, die nur wenige Daten nutzen, die zahlen quasi für die Dauer-Runterlader mit, sagt die Telekom.
Vor dem Hintergrund, dass Netze für das wachsende Datenvolumen auf der Welt mit viel Geld ausgebaut werden müssen, überlegt die Telekom also: Wie können wir die Kosten neu verteilen. Bei bestehenden Verträgen soll sich vor diesem Hintergrund zwar erstmal nichts ändern. Wer aber einen neuen Vertrag schließt, der soll in Zukunft – wenn er viele Daten mit Vollgas runterladen will – einen Zusatztarif buchen.
Nein, ganz und gar nicht Es gibt selten so viele Kommentare unter Artikel im Netz wie zu diesem Thema. Auf ihrer Webseite hat die Telekom mehr als 700 Kommentare zu dem Thema bekommen. Bei Golem.de sind es über 660 Rückmeldungen, bei heise.de über 1.200, also: Die Nutzer bewegt das Thema wie kein zweites. Und die allermeisten sagen: Schlechter Plan, nein Danke, mit uns nicht. Das Modell ist ungerecht, wir bezahlen ja jetzt schon für den Zugang, warum sollen wir ihn dann nicht nutzen, um so viele Daten herunterzuladen wie es eben nötig ist. Und viele sagen: Wenn ihr das Modell durchsetzt, kündige ich.
Für die Nutzer ist es ein schlechter Plan, denn er bedeutet: Mittelfristig wird das Surfen teurer. Ich kann mir nämlich gut vorstellen, dass auch andere Provider auf soche Modelle setzen und dass es für die Kunden schwer ist, eine Alternative zu finden.
Und so ganz stringent ist es auch nicht, was die Telekom da plant. Der Witz dabei ist, dass sie auf der einen Seite – wie viele andere Provider – Angebote macht, zum Beispiel Fernsehen oder Videoausleihe über das Internet, was extrem hohen Datenverkehr verursacht. Auf der anderen Seite stellen sie einen hohen Datentransfer als Problem dar. Da haben viele den Eindruck: Die Telekom will abzocken und einen neuen Einnahmekanal aufmachen. Und sie will uns außerdem zwingen, ihre eigenen Multimedia-Angebote zu nutzen. Die Telekom könnte also anbieten, dass alle Daten von Diensten, die sie favorisiert – also das "Paket der Telekom" für TV und Video oder Spotify zum Musikhören – gratis zu bekommen sind. Wer aber über die Telekom-Leitung bei Maxdome Videos leihen oder Youtube-Filme sehen will, der wird mit der Begründung der hohen Datenrate zur Kasse gebeten.
Also, das ist ein heißes Thema und die Verbraucher werden in den nächsten Monaten sehr genau aufpassen müssen, wie sich diese Telekom-Pläne weiterentwickeln.
Surfen in Zeitlupe?, [2:46]
Zozan Mönch im Gespräch mit Netsurfer Lars Reppesgaard
Info: Netsurfer
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