Netsurfer
Seit einiger Zeit ist zu beobachten, dass Facebook keineswegs mehr die jüngeren Surfer begeistert. Einige Webexperten vertreten sogar die Meinung, Facebook sei fast schon ein bisschen out, es werde zum Alte-Leute-Medium. Was hinter dem Phänomen steckt, weiß Netsurfer Lars Reppesgaard.
So krass würde ich das nicht ausdrücken, so alt, wie die Zuschauer des Musikantenstadls sind die Facebook-Nutzer noch lange nicht. Aber, im Trend stimmt es, der Altersdurchschnitt der Menschen, die bei Facebook angemeldet sind, steigt. 2010 war das Durchschnittsalter der Facebook-Nutzer 38, jetzt ist es auf 41 Jahre gestiegen.
Einerseits kommen immer mehr Ältere dazu – die Jungen sind ja schon alle angemeldet – nun ziehen die anderen nach. Was aber wirklich bemerkenswert ist: Einige der jüngeren Nutzer verbringen nicht nur weniger Zeit auf Facebook als früher, sondern viele melden sich sogar ganz ab.
Zwei Faktoren nerven die jungen Nutzer: Zum einen gibt es in ihren Augen zu viele nervige Einblendungen wie zum Beispiel unzählige automatische Benachrichtigungen über Spielstände etc: Suse spielt jetzt Superdetektiv, Hannes braucht jemanden, der ihm für seine Farmville-Farm einen Trecker spendiert und so weiter.
Noch wichtiger ist aber die Erkenntnis vieler junger Nutzer: Hilfe! Facebook ist mittlerweile "Eltern-verseucht". Natürlich wollen die nicht, dass die Eltern jedes Posting mitbekommen. Und es stimmt, es gibt Befragungen, bei denen die Hälfte der Eltern sagt, ja, ich bin auf Facebook um zu sehen, was mein Kind dort tut. Aber man kann ja schlecht den Eltern die Freundschaft verweigern...
Dazu kommt noch: Viele Eltern benehmen sich auf Facebook anscheinend etwas daneben. Ein Drittel der jüngeren Nutzer sagt zumindest, es ist echt peinlich, was meine Eltern so an Kommentaren ablassen.
Genau. Sie nutzen lieber Dienste wie die Fotoplattform Instragram, den Messenger WhatsApp oder den Blogdienst tumblr, um sich dort zu vernetzen, wo sie erstens ungestört sind und wo es zweitens bessere Möglichkeiten gibt, geschlossene Gruppen aufzubauen als bei Facebook.
Ja, vor allem mittelfristig, denn die Jungen sind ja eine wichtige Zielgruppe für die Online-Werbung, mit der Facebook Geld verdient. Facebook hat das Problem auch erkannt, in den Börseninformationen warnt man Anleger davor und sagt, die jüngeren zieht es oft zu anderen Diensten, wir müssen etwas dagegen tun. Getan hat Facebook auch bereits etwas. Sie haben vor einiger Zeit die Fotoplattform Instagram gekauft, die gerade ziemlich boomt und eine heiße Adresse für die Jüngeren ist. Also: Zumindest das Unternehmen Facebook baut vor.
Das Audio:
Facebook nervt die jungen Surfer, [3:02]
Zozan Mönch im Gespräch mit Netsurfer Lars Reppesgaard
Info: Netsurfer
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