Netsurfer
Die Zeit, in der man allein am Bildschirm gedaddelt hat, ist vorbei! Eine neue Generation mobiler Spiele, bei denen das Smartphone-Display mit der realen Welt zusammenspielt, finden sich inzwischen auf immer mehr Smartphones. Unser Netsurfer Lars Reppesgaard hat sich da mal durchgedaddelt...
Das Besondere ist, dass Spielemacher inzwischen gelernt haben, wie sie die Eigenschaften des Mobiltelefons und die der klassischen Gesellschaftsspiele kombinieren können. Bisher ähnelten die Topspiele auf den Mobilgeräten eher Games, die man auch vom Computerbildschirm kennt, wo man also schießen, hüpfen oder rennen musste. Bei Angry Birds ersetzte dieses Schnipsen mit den Fingern auf dem Bildschirm den Joy Stick oder die Tastatur, aber ansonsten ist das Game ja auch ein klassisches Sachen-Wegschießen-Spiel. Nun aber gibt es ein paar coole neue Spiele, in denen das Smartphone selbst zum Spielgegenstand wird.
Das Spiel, das derzeit am meisten Schlagzeilen macht, heißt "Heads up!". Man hält sich das Smartphone vor die Stirn, dort wird dann ein Begriff angezeigt, den man erraten muss. Dabei wird das Smartphone geschüttelt, um neue Karten aufzurufen, und schnell an den nächsten weitergegeben, das ist ziemlich simpel, aber eben auch ganz lustig. Spannend ist auch das Spiel "Ingress", ein Mobile-Game von Google. Dabei muss man durch die Stadt laufen und sogenannte Portale finden und knacken. Welche Punktewert sie haben, sieht man, wenn man mit dem Handy auf das Gebäude zeigt. Du nimmt also etwas mit deiner Smartphone-Kamera auf und auf dem Bildschirm blendet die Spielesoftware zusätzlich zu den echten Bildern deiner Umgebung noch weitere Elemente ein.
Die Grundideen sind oft ziemlich simpel und eigentlich nichts Neues. "Heads Up!" erinnert mich an Promi-Raten, wo man sich Zettel mit den Namen, die man raten soll, an die Stirn klebt, und "Ingress" hat ein wenig von einer Schnitzeljagd in der Großstadt. Ich denke, der Kick ist gerade, dass hier so einfache – und ja, auch altbewährte – Spielprinzipien befolgt werden, wie etwa Sachen raten oder Schnitzeljagd. Und dafür ist aber mehr Platz für die Interaktion direkt mit den Menschen, meinen Freunden. Man kann "Ingress" etwa nicht Zuhause spielen, sondern muss immer zu dem Gebäude, das so ein Portal darstellt, und allein kann man ein Portal nicht knacken, muss sich also mit Leuten verabreden. Das Smartphone hilft dabei, speichert dann eben bei "Ingress" Punktestände oder Informationen zu den markierten Orten, ist also als Spielmittel so nötig wie ein Spielbrett, Karten oder Würfel, aber das Gerät drängt dabei sich nicht in den Vordergrund wie das bei traditionellen Computerspielen der Fall ist.
Ich denke, diese Spiele werden langfristig Erfolg haben. Die Kunden sind aber nicht die klassischen Computerspieler, sondern Leute, die eher klassische Spiele und mit Freunden etwas spielen. Die müssen nun nicht mehr bei Reisen entscheiden, welches Kartenspiel, welches Brettspiele packe ich in den Koffer. Auf dem Smartphone haben ja beliebig viele Games Platz. Und einen Vorteil haben die Smartphone Spiele gegenüber dem Spielen in der realen Welt ja auch auf jeden Fall: Am Ende muss zumindest keiner irgendwelche Karten sortieren und aufräumen.
Das Audio:
Mobile Spiele erobern die Echt-Welt, [3:36]
Irina Schedrowa im Gespräch mit Netsurfer Lars Reppesgaard
Info: Netsurfer
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