Serien
Danielle und Olivier Föllmi: Die Weisheit Afrikas Tag für Tag, Knesebeck Verlag, 33 Euro
Dieses Buch enthält für jeden Tag ein Stückchen Afrika: Mit 365 Bildern kann man sich im Laufe eines Jahres durch den ganzen Kontinent blättern. Vor allem die Porträts – ausdrucksvolle Gesichter, oft ohne ablenkenden Hintergrund – sind sehr gelungen. Landschaftsaufnahmen spiegeln den Facettenreichtum und die extremen Klimabedingungen des afrikanischen Kontinents wider, dazwischen immer wieder Aufnahmen von Menschen in alltäglichen Situationen.
Olivier Föllmi setzt dabei oft auf eine ungewöhnliche Perspektive. Jedem seiner beeindruckenden Fotos ist ein Spruch, Sprichwort oder Zitat gegenübergestellt. Darunter sind gleichermaßen mündlich überlieferte Weisheiten aus den Mythen afrikanischer Ethnien als auch Sätze zeitgenössischer Autoren und Denker.
Troth Wells: Vegetarisch aus aller Welt, Fona Verlag, 29,90 Euro
Wer braucht schon Fleisch? Die vegetarische Küche ist extrem vielseitig und in vielen Ländern ist fleischlose Kost völlig selbstverständlich. Troth Wells nimmt den Leser mit ihrem Kochbuch "Vegetarisch aus aller Welt" mit auf eine kulinarische Weltreise. Die Auswahl der Rezepte ist gelungen und birgt eine gute Mischung aus Exoten und Klassikern der internationalen Küche. Maiskolben mit Kokosmilch ausTansania und südafrikanische Süßkartoffel-Feta-Klößchen Südafrika, ein britischer Zucchinisalat oder Bohnengratin aus Mexiko machen Lust auf Experimente. Die spanische Kartoffeltortilla, französische Ratatouille und Gemüselasagne aus Italien dürfen in der Sammlung aber auch nicht fehlen. Das Ganze ist dabei noch, für ein Kochbuch besonders wichtig, appetitlich illustriert: Zu jedem der Rezepte gehört ein ganzseitiges Foto. Ein gelungenes Kochbuch, das mit mit über 250 Seiten bestimmt einen bleibenden Eindruck in jeder Küche hinterlässt.
Reinhard Radke: Serengeti – Das Buch zum Film, Knesebeck Verlag, 19,95 Euro
Mehr als fünfzig Jahre nach dem legendären Film "Serengeti darf nicht sterben" von Deutschlands berühmtesten Zoodirektor und Tierfachmann Professor Bernhard Grzimek, ist im Februar 2011 ein weiterer großer Film über Afrikas Savanne Serengeti in die Kinos gekommen. Der Berliner Zoologe und Tierfilmer Reinhard Radke hat sich in dieses "endlose Land", das vom Norden Tansanias bis in den Süden Kenias reicht, verliebt. Mit seinem Porträt über den berühmten Nationalpark ist ihm ein atemberaubender Film über den Zug der fast zwei Millionen Antilopen, Gazellen, Gnus, Zebras, Giraffen, Elefanten und Büffel gelungen, die auf ihren immer selben Routen von Löwen, Geparden, Hyänen und Leoparden verfolgt werden. In seinem Bildband zum Film sind nicht nur viele spektakuläre Fotos über die tierischen Bewohner der Serengeti zu bestaunen, Reinhard Radke gibt außerdem Einblicke in die biologischen und ökologischen Zusammenhänge dieses faszinierenden Nationalparks.
Wiebke van der Scheer, Margré Mijer: Arte in Cucina – 33 Künstler und ihre Lieblingsrezepte, Gerstenberg Verlag, 19,95 Euro
Eigentlich ist Wiebke van der Scheer Galeristin und keine Kochbuchautorin. Artacasa heißt ihre Galerie in Amsterdam, in der sie zeitgenösische Kunst ausstellt. Die Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler inspirierten sie, mit einer Auswahl der Bilder ein Kochbuch zu gestalten. Nicht nur ihre eigenen Rezepte und die ihrer Familie und Freunde hat sie aufbereitet, Wiebke van der Scheer befragte auch die Künstlerinnen und Künstler nach deren Lieblingsrezepten. Und so entstand ein bunt gemischtes Kochbuch: Christinas Cremesüppchen, Freds erotische Eier, Dannys Curryhühnchen mit Pasta, Lises Weißer Schokoladenbruch mit Minze und Ingwer, Marijkes Sommerpasta und Tarte Tatin für Julia. Bilder von 33 Künstlerinnen und Künstlern und weitaus mehr Rezepte für die unterschiedlichsten Köstlichkeiten hat die Grafikdesignerin Margré Mijer zu einem kleinen Kunstwerk verbunden: Arte in Cucina
Ruth Johnson: Die schönsten Liebesrezepte – Aphrodisische Küche einfach sinnlich, AT-Verlag, 17,90 Euro
Für alle, die keine große Silvesterparty planen, sondern das Jahr mit einem romantischen Abend ausklingen lassen wollen, sei ein ganz besonderes Buch empfohlen: "Die schönsten Liebesrezepte" von Ruth Johnson. Aphrodisische Küche – einfach sinnlich.
Die griechische Liebesgöttin Aphrodite – in der römischen Mythologie heißt sie Venus – ist die Patin der Aphrodisiaka: Lebensmittel, deren Inhaltsstoffe und Aussehen das Lustempfinden steigern können. Chili gehört zum Beispiel dazu, Koriander, Rauke, Wildreis, Artischocken, Austern und Muscheln. Die Tomate wird nicht zu Unrecht auch Liebesapfel oder Paradiesapfel genannt. In ihrem Buch listet Ruth Johnson die aphrodisischen Zutaten auf und beschreibt, wie damit unkompliziert gekocht werden kann. Neunzig Rezepte hat sie zusammengestellt, von Vorspeisen und Suppen über Gerichte aus Fisch und Meeresfrüchten, Fleisch und Gefügel zu vegetarischen Köstlichkeiten. Und natürlich fehlen auch Desserts nicht. Ulla Mayer-Raichle zeigt mit wunderbaren Fotos, wie erotisch liebevoll zubereitete Speisen wirken können, die zu jedem romantischen Abend passen.
Der große Lafer – Die Kunst der einfachen Küche, Gräfe und Unzer Verlag, 39,90 Euro
Allein die Fotos machen dieses Buch schon zum Vergnügen. Obwohl man gut daran täte, das gewaltige Werk von Beginn an durchzusehen – denn da geht es um richtigen Einkauf, Töpfe und Pfannen, Messer und diverse Küchenhelfer. Doch immer wieder gerät man in Versuchung, zuzugreifen und zu blättern. Wie schön kann Safran-Schokoladen-Parfait auf Orangenragout aussehen, oder die Spinat-Lachs-Lasagne, ganz abgesehen von dem Blick in den Gulasch-Schmortopf. Wie elegant wird geschnitten, gefüllt, bestrichen, wie leicht wirkt das lockere Schlagen mit dem Schneebesen... Doch man sollte sich nichts vormachen: Johann Lafer ist ein Sternekoch und so souverän wie er mit Lebensmitteln und Küchengerät umgeht, wird es in der eigenen Küche nicht klappen. Aber versuchen sollte man es unbedingt. 480 Seiten die es in sich haben. 300 Rezepte hat der leidenschaftliche Starkoch ausgewählt, von der Bolognese bis zur Zabaione einfach umwerfend! Ein Buch für Genießer, für Anfänger wie Fortgeschrittene, die Johann Lafer in die hohe Kunst der einfachen Küche einführt.
Info: Stimmt's oder stimmt's nicht?
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Sendezeit: Jeden Dienstag um 15:10 Uhr
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