Landesmuseum Oldenburg
Blick in die Ausstellung, gezeigt werden Werke von 1950 bis 1979
Ausstellung: Arno Schmidt - Fotografien, [3:26]
Fotos vom Autor Arno Schmidt, [0:00]
Arno Schmidt: Fotografien
Live-Sendung aus dem Landesmuseum Oldenburg
Berühmt geworden ist Arno Schmidt als Schriftsteller. Sein erstes Buch "Leviathan" veröffentlichte er 1949, Schmidts Hauptwerk "Zettels Traum" erschien 1970, nach sechsjähriger Arbeit. Weniger bekannt ist, dass Arno Schmidt auch Zeit seines Lebens fotografierte. Dabei bewies der Amateur-Fotograf ein gutes Auge für Formen, Bildsprache und Farben. Arno Schmidt war das Fotografieren so wichtig, dass er sich von seinem ersten Preisgeld für ein Buch eine neue Kamera kaufte. Einige seiner Fotografien sind jetzt im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg zu sehen.
Es sind Aufnahmen weiter Landschaften, von Kiefernwäldern, Heidekraut und scheinbar endlosen Wiesen im Morgenlicht – manchmal hat der Fotograf sogar seinen eigenen Schatten mit aufgenommen. Arno Schmidt war ein Frühaufsteher. Oft zog es ihn und seine Kamera schon mit dem ersten Licht um vier oder fünf Uhr morgens hinaus in die Felder. Seine Kamera stellte er stets auf ein quadratisches Format ein, so Janos Frecot, der Kurator der Ausstellung: "Das heißt, es war eine Affinität schon da zum quadratischen Format mit seiner Strenge und seiner Konzentration im Aufbau."
Arno Schmidt hat sich nie theoretisch mit Fotografie und Bildgestaltung befasst, dennoch sind viele seiner Aufnahmen gestaltet nach dem Prinzip des goldenen Schnitts. "Die Bilder, die im goldenen Schnitt aufgebaut sind, empfinden die Betrachter als harmonisch. In dem Sinn, dass eine Spannung im Bild auf gute Weise auch wieder entspannt wird und ein gutes Verhältnis von Linie zu Fläche entsteht. Und das sind Prinzipien, die man an ganz vielen Bildern von Arno Schmidt nachweisen kann."
Wie in seinen Texten hatte Arno Schmidt auch beim Fotografieren einen Blick für das Detail: Ein fast zugewachsener Bachlauf entgeht ihm ebenso wenig, wie winzige Pilze auf einer Waldlichtung. Oft fotografierte Arno Schmidt während er in Orten für seine Bücher recherchierte, meint Kurator Janos Frecot. Doch waren Fotos für Arno Schmidt nie ein Mittel, sein Schreiben zu illustrieren. Auch wenn der Ausstellungsbesucher sich gut vorstellen kann, dass Arno Schmidt sich womöglich beim Schreiben noch einmal die Fotos angeschaut hat, um sich Bilder und Orte wieder in Erinnerung zu rufen. So groß sind die Parallelen.
Die Ausstellung zeigt auch sehr persönliche Aufnahmen aus dem Leben der Schmidts. Wie jene fast impressionistisch wirkende Aufnahme von Alice Schmidt, die mit einer Freundin im Gras sitzt. Ihr Mann hat sie heimlich durch die Blätter eines Busches fotografiert. In einer anderen Situation lichtete Arno Schmidt seine Frau beim Pflaumenpflücken ab. Sie schaut lachend nach oben zu ihrem Mann, der mit der Kamera aus einem Dachfenster heraus fotografiert. Es sind auch Bilder dabei, die Schmidt in einem Lehnstuhl sitzend oder beim Lesen zeigen. Selten sieht man Arno Schmidt auf diesen Aufnahmen lachen, obwohl er im Privaten als sehr humorvoll galt. Spätere Farbaufnahmen zeigen Arno Schmidt bei Spaziergängen in der Natur.
Die Ausstellung "Arno Schmidt Fotografien" ist bis zum 14. Juli 2013 im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, im Oldenburger Schloss, zu sehen.
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