Focke-Museum
Vom 10. März an wird im Bremer Focke-Museum die Ausstellung "Graben für Germanien - Archäologie unterm Hakenkreuz" gezeigt. Die Ausstellungsmacher wollen mit dieser Ausstellung die besondere Beziehung zwischen Politik und Archäologie während des Nationalsozialismus dokumentieren.
Ausgrabung in Solonje (Ukraine) 1943
Replik einer Gewandnadel aus dem Frühmittelalter. Das Original wurde zwischen 1936 und 1939 bei Grabungen auf der Mahndorfer Dühne bei Bremen geborgen.
Werbung für "Germanenbrot" in der Zeitschrift Germanenerbe, Juli 1936.
"Lurenbläser" bei einem Sportfest in Neumünster 1937
Dänisches Rekrutierungsplakat für die Waffen-SS.
Werner Hülle bei einer Ausgrabung am Dnjepr-Bogen (1943).
Katalog zur Ausstellung "Großdeutschland und die See" 1941 im Deutschen Museum in München.
Titelblatt der Zeitschrift "Die Woche".
Bei einem Sportfest in Neumünster 1937 wurde der Sonnenwagen von Trundholm nachgestellt.
Schulwandbild "Germanische Sonnenwendfeier"
Eberswalder Goldfund, Replik
Wilhelm Unverzagt, Alfred Götze und Wilhelm Martin beim Öffnen von Kisten mit Ausgrabungsfunden aus Lossow, 1927.
Schulung der SS mit Runen an der Tafel.
Gespräch mit dem Historiker Dirk Mahsarski, [10:41]
Gespräch mit Museumsdirektorin Frauke von der Haar, [7:05]
Ausstellung "Graben für Germanien" eröffnet, [3:35]
Das Focke-Museum will mit dieser Ausstellung die besondere Beziehung zwischen Politik und Archäologie dokumentieren. Beide Bereiche haben sich während des Nationalsozialismus gegenseitig beeinflusst. Schon zu Beginn des Krieges haben deutsche Archäologen in allen von der Wehrmacht eroberten Gebieten dem NS-Regime zugearbeitet.
"Auf Grundlage ihrer Ausgrabungsfunde wollten sie unter anderem Belege für eine jungsteinzeitliche germanische Hochkultur liefern und damit deutsche Besitzansprüche auf benachbarte Territorien legitimieren. Die Schau soll zeigen, wie die Idee einer kulturellen Blüte Germaniens, stilisiert zum Ursprung der gesamten abendländischen Kultur, bis heute nachwirkt. Sie beleuchtet die mangelhafte Aufarbeitung des Themas nach dem Krieg und zeigt die heutige Rezeption der damals erzeugten Bilder durch rechtsextreme wie esoterisch orientierte Gruppen auf. Die umfangreiche Gesamtdarstellung, zu der eine Begleitpublikation erscheint, präsentiert Ausgrabungsfunde der NS-Zeit, belegt, wie in Unterricht und Alltag ideologisch geprägte Vorstellungen über Germanien vermittelt wurden und führt ihre mediale Propaganda-Inszenierung vor Augen." (Quelle: Kulturstiftung des Bundes)
Video: Im Dienste der Nationalsozialisten: Graben für Germanien
Einstellungen, Infos und Kommentare
Uta Halle ist Professorin an der Universität Bremen für Ur- und Frühgeschichte und Bremer Landesarchivarin und Abteilungsleiterin am Focke-Museum für Ur- und Frühgeschichte. Als Ideengeberin für die Ausstellung gehörte sie zu den Teilnehmern einer Expertenrunde, die im Vorfeld dieser Ausstellung am 31. Januar in Berlin statt fand.
"Archäologen ließen sich vor den nationalsozialistischen Karren spannen"
Gespräch mit Ideengeberin und Expertin für Ur- und Frühgeschichte Uta Halle
Sendung:
Archäologie unterm Hakenkreuz
Sendung aus der Reihe Nordwestradio unterwegs am 8. März 2013
Weitere Informationen zur Ausstellung:
Webseite zur Ausstellung "Graben für Germanien"
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