Horst-Janssen-Museum
Otto Pankpk, Bauernhaus mit hohem Strohdach, Kohlezeichnung, 1913, Kunstmuseum Mühlheim an der Ruhr mit Stiftung Sammlung Ziegler
Otto Pankok: Ausstellung in Oldenburg, [3:32]
Zwei einzelne, schlanke Bäume inmitten von hohem Gras und Sträuchern, dahinter ein Feld mit einer einsamen Arbeiterin vor der Kulisse des Dorfes. Weiche Schattierungen und harte Kohlestriche verschmelzen zu einer ländlichen Szenerie. Otto Pankok interessierte sich für diese einfachen Menschen, malte in seiner Dötlinger Zeit eher die Tagelöhner als die reichen Bauern, erzählt Kuratorin Birgit Denize.
Seine Kohlezeichnungen sind gemäldeartig und erinnern an van Goghs holländische Schaffensperiode. Wie van Gogh zog sich auch Pankok für die Arbeit aufs Land zurück. Seine großen Vorbilder waren Jean Francois Milet, van Gogh und Rembrandt. Er wollte wie diese das authentische Leben abbilden. "Er hat sehr naturalistisch gearbeitet zu der Zeit, war also eindeutig dem Realismus des 19. Jahrhunderts verpflichtet" erklärt Birgit Denize. Eine intensive Schaffensperiode, die erst endete als Pankok 1914 in den Ersten Weltkrieg ziehen musste. "Und danach konnte er sozusagen zu dieser idyllischen oder zu dieser ursprünglichen Landschaft thematisch wieder zurück finden und musste diesen Schrecken verarbeiten und um den zu vermitteln hat er expressionistische Formen aufgegriffen, ist damit aber auch nicht so richtig zurecht gekommen und hat dann eigentlich aus diesen verschiedenen Formsprachen so einen ganz eigenen Stil entwickelt."
Das Horst-Janssen-Museum zeigt einige Landschaftszeichnungen aus dieser Zeit. Dort verwandelt sich das Wasser eines Bachlaufes in Spiralen, die an Van Goghs Sternennacht erinnern. Neben Landschaften malte Pankok Porträts, vor allem Menschen am Rande der Gesellschaft. Schon 1913 in Dötlingen zeichnete Otto Pankok zum Beispiel eine alte Frau, die in einem dunklen Schuppen Kartoffeln schält. Nur ein fahler Lichtschein erhellt ihr Gesicht, wirft einen Schatten an die Wand. In anderen Bildern zeigt Pankok alte Männer, Frauen in dunklen engen Stuben oder einen muffigen Kuhstall. Später in den 1930er Jahren lebte Pankok dann in Düsseldorf zeitweise in einer Sinti-Siedlung, malte dort ebenso wie in jüdischen Vierteln. Diese Darstellungen und die von der darbenden Landbevölkerung wollten die Nationalsozialisten nicht sehen. Sie erklärten Pankoks Kunst für "entartet".
Nach dem Zweiten Weltkrieg fasst er als Kunstprofessor in Düsseldorf Fuß. Die Ausstellung zu Otto Pankoks Dötlinger Zeit ist bis Ende Mai im Horst Janssen Museum in Oldenburg zu sehen.
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