Buch-Tipp
Matthias Stolt, Kurs: Galapagos, Edition Temmen, 2012
Buchvorstellung "Kurs: Galapagos" , [4:38]
Gespräch mit Peter Meier-Hüsing
Die Galapagos-Inseln im Pazifik – ein abgelegenes Traumziel für Fernreisende und Naturliebhaber. Der Artenreichtum an unterschiedlichen Pflanzen und Tieren auf den Inseln führte den Naturforscher Charles Darwin einst auf die Grundzüge seiner Evolutionstheorie – und machte Galapagos weltberühmt. Heute geschützter Nationalpark und Weltkulturerbe, war der einsame Archipel früher aber auch ein Ziel für Auswanderer.
Die Eltern der Angermeyer-Brüder wollten verhindern, dass ihre fünf Söhne als Soldaten in den kommenden Krieg ziehen müssen und ermöglichten den Kauf eines Segelschiffes. Die Söhne waren erfahrene Segler und handwerklich geschickt. Pfingsten, 1935, segelten sie los – über die Elbe in die Nordsee – angeblich nach Helgoland. Tatsächlich verließen sie Deutschland, um die halbe Welt Richtung Galapagos.
Ein alter Walfänger-Kapitän hatte der Familie in Hamburg von den traumhaften Inseln und dem guten Klima berichtet – und tatsächlich suchte die equadorianische Regierung damals Siedler für die abgelegenen Inseln. Die Deutschen waren begehrt, weil sie überall als fleißig und ordentlich galten. Die Bedingungen auf Galapagos waren hart, auf der Insel Santa Cruz gab es damals zwei Dutzend Siedler, keine Infrastruktur, es war Pionierarbeit, Häuser gebaut, Obst und Gemüse angebaut, wilde Schweine und Ziegen gejagt, später dann mit selbst gebauten Schiffen gefischt, eine Robinsonade.
Die Angermeyer-Brüder blieben auf den Inseln, gründeten Familien, bekamen Kinder. Dann wurden die Inseln Nationalpark, später Weltkulturerbe, die Charles Darwin-Station wurde eröffnet, Forscher und Filmer kamen: Thor Heyerdahl, Jaques Cousteau, Heinz Sielmann, und immer waren die Angermeyers auf Grund ihrer Erfahrungen und Kenntnisse die begehrten "local guides". Nur einer der Söhne besuchte noch einmal Deutschland, die anderen blieben ihr Leben lang auf den Inseln. Karl Angermeyer reiste durch Deutschland, hielt Vorträge und zeigte Dias, im Auftrag der Zeitschrift "Die Bunte", Titel: "Ich fand mein Glück als Robinson".
Der Hamburger Fotograf und Autor, Matthias Stolt, ist verwandt mit den Angermeyers. Er besucht die Familie in den 80er und 90er Jahren auf den Galapagos-Inseln und kombiniert kapitelweise seine Erlebnisse mit der Lebensgeschichte der Brüder. Das ganze natürlich ausgiebig mit historischen und aktuellen Fotos ausgestattet. Herausgekommen ist eine schöne Kombination aus Familien- und Zeitgeschichte. Die Nachkommen der Angermeyers blieben zum Großteil auf den Inseln und sind heute aktiv im Tourismusgeschäft. Es gibt ein Restaurant Angermeyer-Point, eine Segeltörn-Agentur und ein Hotel.
Buchinfos:
Matthias Stolt (Hg.): "Kurs: Galapagos" - Der abenteuerliche Leben der Gebrüder Angermeyer, Edition Temmen, 152 Seiten, 19,90 Euro
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