Buch-Tipp
David Safier zählt inzwischen zu den erfolgreichsten deutschen Autoren. Berühmt wurde er durch die Fernsehserie "Berlin, Berlin", für die er den amerikanischen Serien-Oskar, den Emmy erhalten hat. Seit einigen Jahren widmet sich David Safier in erster Linie dem Schreiben von Romanen. Und auch das mit Erfolg. "Mieses Karma" und "Jesus liebt mich" erreichten jeweils Millionenauflagen. Und auch "Plötzlich Shakespeare" wurden auf Anhieb zum Bestseller.
Der Titel "Happy Family" trügt, denn von einer happy Family kann nicht die Rede sein – jedenfalls nicht zu Beginn der Geschichte. Hier begegnet dem Leser die Familie Wünschmann. Mutter Emma steht mit ihrem Buchladen kurz vor der Pleite, ihr Ehemann Frank ist chronisch überarbeitet und da sind noch die pubertierende Tochter Fee und der hochbegabte Sohn Max. Das Problem ist, die vier vertehen sich einfach nicht. Als dann auch noch ein gemeinsamer Abend auf einer Lesung zu einer Katastrophe wird weil die Familie irrtümlicher Weise verkleidet dort auftaucht, flippt Emma aus.
Eine echte Familie ist die Familie Wünschmann mit ihren Problemen nicht und eine grundlegende Lösung scheint nicht in Sicht. Und als sei das noch nicht schlimm genug, werden die vier auf dem Weg nach Hause von einer Hexe verzaubert. Die Verkleidungen der vier sind plötzlich keine Verkleidungen mehr, sondern echt – Vater Frank ist plötzlich Frankenstein, Tochter Fee eine Mumie und Sohn Max ein Werwolf. Emma ist zwar plötzlich schlank und attraktiv, aber sie ist zu einem Vampir geworden. Die vier wollen sich schnellstmöglich zurück verwandeln und fahren in einem alten Hippiebus nach Transsylvanien um die Hexe zu finden, damit sie ihren Fluch rückgängig macht. Auf ihrer Reise treffen sie nicht nur Graf Dracula sondern müssen auch gegen lebendige Figuren im Wiener Wachsfigurenkabinett kämpfen.
Mehr und mehr wächst die Familie zusammen, lernt sich zu lieben und zu schätzen, zu streiten und zu versöhnen. Und, das ist typisch für David Safier, am Ende sind alle happy. Für den Autor ist genau das sehr wichtig. Der Bestseller-Autor möchte vor allem eines – unterhalten. Und das ist ihm auch mit "Happy Family" gelungen. Der Roman wirkt mutiger und persönlicher als seine drei Vorgänger und diesmal suchte David Safier eine neue Herausforderung. "Happy Family" liest sich wie aus einem Guss. Witzig, dynamisch und temporeich erzählt, vertiefen und verfeinern Comiczeichnungen David Safiers skurrilen Humor. Wer seine bisherigen Romane mochte, wird auch von seinem neuen Roman begeistert sein, meint Anna Tollkötter.
Buch-Tipp: David Safier - "Happy Family", [3:27]
Buch-Infos:
David Safier: "Happy Family", erschienen im Kindler-Verlag, 320 Seiten und kostet 18,95 Euro.
Nach "Mieses Karma", "Jesus liebt mich" und "Plötzlich Shakespeare" nun der vierte Roman des Bremer Erfolgsautors David Safier: "Happy Family". Eine relativ zerstrittene Familie mit zwei voll oder fast pubertierenden Kindern sieht sich unversehens einer Hexe und einem Fluch gegenüber und der Tatsache, dass sie alle vier in Monster verwandelt worden sind. Nordwestradio-Moderatorin Nicole Nelhiebel spricht mit David Safier u. a. darüber, wie er denn auf die Idee für sein neues Buch gekommen ist, und wie lang dauert es bis aus der Idee ein fertiges Buch wird? Gibt es eventuell Parallelen zur eigenen Familie?
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