CD-Tipp
"Elefantenkonzert" – so hat man das berühmte dritte Klavierkonzert von Sergej Rachmaninov genannt. Was harmlos beginnt, entwickelt sich zu einem der schwersten Brocken der romantischen Klavierliteratur. Die ganz Großen des Klaviers haben sich an diesem Stück abgearbeitet, und den Spuren eines Vladimir Horowitz oder Walter Gieseking folgt nun auch der junge deutsche Pianist Joseph Moog. Er ist erst 24, doch bereits ein eminenter Virtuose und eine musikalische Ausnahmeerscheinung. Sein Rachmaninov klingt jederzeit beherrscht, nie kitschig und trotz aller Höchstschwierigkeiten manchmal sogar kammermusikalisch. Joseph Moog ist kein eitler Tastenmacho, sondern fügt sich intelligent und präsent in den Gesamtklang ein. Die von Nicholas Milton hervorragend trainierte Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz ist Moog dabei ein idealer Partner.
Rachmaninows drittes Klavierkonzert ist ein berühmtes Stück geworden. Anders sieht es dagegen mit dem d-moll-Konzert von Anton Rubinstein aus. Hier erweist sich Joseph Moog einmal mehr als Schatzgräber und Raritäten-Spezialist. Rubinstein war ein komponierender Virtuose, der sich seine Klavierkonzerte wirkungsvoll in die eigenen Finger geschrieben hat. Das komplette Repertoire der romantischen Klaviertechnik wird hier gefordert, und doch ist das Rubinstein-Konzert weit mehr als ein bloßes Showpiece. Besonders der wunderbare langsame Satz geht in seiner melodischen Schlichtheit zu Herzen und wird unter Joseph Moogs Händen zum Kernstück dieses zu Unrecht vergessenen Großwerks.
Was Joseph Moog auf dieser CD leistet, kann sich mit den allergrößten seiner Zunft messen. Er ist ein wirklicher Virtuose der schwarzen und weißen Tasten, ausgestattet mit einer überirdischen Klaviertechnik und einem echt romantischen Klang. Was ihn aber besonders auszeichnet, ist seine künstlerische Eigenwilligkeit, seine umfassende Kenntnis der gesamten Klavierliteratur und seine musikalische Neugier. Moog verlässt sich nicht auf den Mainstream, sondern macht es sich mit seiner Repertoire-Wahl bewusst schwer. Das ist für das Publikum ein Glück, denn von wem sonst hört man solche Stücke wie zum Beispiel ein Rubinstein-Konzert? Mit seiner CD untermauert Joseph Moog seinen Spitzenplatz, nicht nur unter den deutschen Klaviervirtuosen seiner Generation. Das sehen auch Musikjournalisten aus 11 europäischen Ländern so. Sie haben den Pianisten im Frühjahr 2012 mit dem "International Classical Music Award" als "Young Artist of the Year" ausgezeichnet. Dazu und zur fantastischen CD kann man nur sagen: Herzlichen Glückwunsch, Joseph Moog!
CD-Tipp:Rachmaninov 3 und Rubinstein 4, [3:44]
Wilfried Schäper über das Album des Pianisten Joseph Moog
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