Bremer Literaturpreis
Den mit 20.000 Euro dotierten Bremer Literaturpreis der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung hat die Jury Clemens J. Setz für seinen Roman "Die Frequenzen" zugesprochen.
Die Jury begründet die Vergabe so: "Clemens J. Setz erhält den Bremer Literaturpreis für einen unerhörten Vater-Sohn-Roman, der sprachliche Könnerschaft mit Intelligenz und Leichtigkeit ausspielt. Mit anarchischer Phantasie unternimmt Setz eine schonungslos präzise Demontage des Familienromans. Zielsichere Komik und abgründige Metaphern verbinden sich zu einem sensorischen Wunderwerk, in dem sich eine neue Stimme von beängstigender Intensität und künstlerischer Autonomie eindrucksvoll manifestiert."
Gerade 27 ist Clemens Johann Setz, und damit der Zweitjüngste in der langen Geschichte des renommierten Preises. Ausgezeichnet wird der Grazer Schriftsteller für seinen 700-Seiten-Roman "Die Frequenzen". Darin geht es um zwei junge Männer, Freunde aus Kindertagen, und ihre Familien. Beide sind nicht im Lot, beide stecken voller Spannungen, Störungen und erleben Katastrophen. Das alles erzählt Clemens Setz in einem üppig-bildreichen Stil, dem man die Lust an der Formulierung anmerkt, und der den Roman zu einer Entdeckungstour in die Sprache werden lassen.
Clemens J. Setz wurde 1982 in Graz geboren. Er studiert Mathematik und Germanistik. Der Schriftsteller ist auch Übersetzer und Sänger und veröffentlichte Gedichte und Erzählungen. "Die Frequenzen" ist sein zweiter Roman nach dem Debut "Söhne und Planeten".
Der mit 6.000 Euro dotierte Förderpreis zum Bremer Literaturpreis wurde Roman Graf für seinen Roman "Herr Blanc" zugesprochen. Die Jury begründet die Vergabe so: "Roman Graf erhält den Förderpreis zum Bremer Literaturpreis für seinen Erstlingsroman "Herr Blanc", in dem er eine abgründig trostlose Lebens- und Liebesgeschichte in radikaler Konsequenz aus dem inneren Gedankenstrom seiner Figur heraus erzählt.
Roman Grafs aufreizend nüchterne Sprache schöpft die Komik aus dem schreienden Widerspruch zwischen Blancs überschießender Gedankenwelt und der Ereignislosigkeit seines Alltags."
Roman Graf wurde 1978 in Winterthur geboren. Er studierte Publizistik in Zürich und absolvierte das Deutsche Literaturinstitut in Leipzig. Graf lebt als freier Autor in Leipzig und in Winterthur.
Der Bremer Literaturpreis
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Der Literaturpreis der Stadt Bremen wird seit 1954 jährlich verliehen und zählt zu den bedeutendsten Literaturauszeichnungen Deutschlands.
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