Bremer Literaturpreis
Marlene Streeruwitz erhielt für ihre Werke zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den Droste-Preis und den Peter-Rosegger-Literaturpreis. Sie arbeitete auch als Regisseurin und Autorin von Theaterstücken und Hörspielen. Marlene Streeruwitz lebt in Berlin, Wien, London und New York.
Video: Bremer Literaturpreis für Marlene Streeruwitz
Einstellungen, Infos und Kommentare
Der in Schleswig aufgewachsene Joachim Meyerhoff, Jahrgang 1967, hatte als Schauspieler Engagements an mehreren deutschen Bühnen – u.a. am Maxim Gorki Theater Berlin und dem Deutschen Schauspielhaus in Hamburg - und ist seit 2005 Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. "Alle Toten fliegen hoch. Amerika" ist sein erster Roman.
Die Bremer Literaturpreisträger 2012 , [4:20]
Gespräch mit Kultur-Redakteurin Gudrun Boch
"Marlene Streeruwitz erhält den Bremer Literaturpreis für einen Thriller, der alle Gesetze des Thrillers verletzt: Nichts wird gut, nichts wird aufgeklärt. "Die Schmerzmacherin" nimmt den Leser mit in die Bedrohung einer überkontrollierten Welt. Das mitreißende Stakkato der Sprache ist einer jungen Frau auf den Fersen, die in der düsteren Maschinerie der Sicherheitsindustrie ihre Zukunft sucht und sich damit einer anonymen Gewalt ausliefert."
Porträt: Marlene Streeruwitz , [3:41]
Buch-Tipp: Die Schmerzmacherin, [3:30]
Joachim Meyerhoffs Roman erhält den Förderpreis, weil er "mit großem Witz von den Abenteuern eines deutschen Austauschschülers in der amerikanischen Provinz erzählt – und es schafft, das komische Ungeschick der Jugend und die Trauer des Helden um seinen toten Bruder miteinander zu verschmelzen."
Mehr zu Joachim Meyerhoff
Ein Porträt von Esther Willbrandt.
Die Preise wurden am 26. Januar 2012 im Bremer Rathaus verliehen. Am Vorabend der Preisverleihung fand eine moderierte Lesung mit beiden Preisträgern im Neuen Schauspielhaus des Bremer Theaters statt. Im Umfeld der Preisverleihung findet wie in jedem Jahr, die Literarische Woche statt – im Jahr 2012 mit dem Thema "Stadtrand+".
Gudrun Boch, Roman Bucheli (Zürich), Richard Kämmerlings, Barbara Lison, Lothar Müller, Michael Sieber und Daniela Strigl (Wien) sowie die Preisträger des Vorjahres: Friederike Mayröcker und Andrea Grill.
Der mit 20.000 Euro dotierte Bremer Literaturpreis ist einer der ältesten und bedeutendsten deutschsprachigen Literaturpreise. Er wurde erstmals 1954 vergeben. Zusätzlich wird seit 1977 ein mit 6.000 Euro dotierter Förderpreis verliehen. Er wird seit 2005 von der Öffentlichen Versicherung Bremen (ÖVB) finanziert.
Preisträger seit 1954
Liste in chonologischer Reihenfolge
Rudolf Alexander Schröder
Ausgerechnet ihrem Wirtschaftsressort hat die Stadt Bremen ihren Literaturpreis zu verdanken. Senator Gustav Harmssen will Anfang der Fünfziger Jahre den Beweis gegen die Legende antreten, dass Bremen eine "amusische Stadt der Pfeffersäcke" sei und der Bremer Senat nimmt seine Idee freundlich auf. Im Dezember 1952 beschließt die Deputation für Kunst und Wissenschaft beim Bremer Senat die Stiftung eines Kultur- und Literaturpreises zu beantragen. In den Sechziger Jahren legt der Bremer Senat die Verleihung des Literaturpreises in die Hände der neu gegründeten Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung. Eine unabhängige Jury wird eingesetzt, die im Gegensatz zur vorherigen allein verantwortlich entscheiden kann.
Geschichte des Bremer Literaturpreises
1953 als "Rudolf-Alexander-Schröder-Preis" aus der Taufe gehoben
36. Literarische Woche
Zahlreiche Veranstaltungen an verschiedenen Literatur- und Kulturorten
Der Bremer Literaturpreis
![Logo der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung [Quelle: Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung] Logo der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung [Quelle: Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung]](/kultur/rudolfalexanderschroederstiftung100_v-mediateaser.jpg)
Der Literaturpreis der Stadt Bremen wird seit 1954 jährlich verliehen und zählt zu den bedeutendsten Literaturauszeichnungen Deutschlands.
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