Bremer Literaturpreis 2013
Der österreichische Schriftsteller Wolf Haas hat den Bremer Literaturpreis 2013 für sein Buch "Verteidigung der Missionarsstellung" erhalten. Der Roman verkoppele mit Lust und Witz das Erzählen mit der sprachphilosophischen Reflexion, heißt es in der Jury-Begründung.
Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung hat der 1960 geborene Haas am 28. Januar 2013 im Bremer Rathaus verliehen bekommen. Der mit 6.000 Euro dotierte Förderpreis geht an Andreas Stichmann für "Das große Leuchten". Der Bremer Literaturpreis wird seit 1954 jährlich an deutschsprachige Schriftsteller vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Alexander Kluge, Elfriede Jelinek, Siegfried Lenz, Ingeborg Bachmann und Paul Celan.
Bekannt wurde Wolf Haas vor allem durch seine Krimis über den Privatdetektiv Brenner, die mehrfach ausgezeichnet und verfilmt worden sind. Er erhält den Preis für seinen Roman "Verteidigung der Missionarsstellung". In der Begründung der Jury heißt es, das Buch verkuppele "mit Lust und Witz das Erzählen mit sprachphilosophischer Reflexion". Er versetze "alle Abenteuer des Reisens und der Liebe, alle großen und kleinen Katastrophen in ein Spiegelkabinett, aus dem es kein Entrinnen gibt: ein virtuoses Sprachspiel, dessen Abgründigkeit seinem Humor die Waage hält".
Bremer Literaturpreis für Wolf Haas, [3:56]
Bremer Literaturpreis 2013 an Wolf Haas , [3:51]
Wolf Haas: "Verteidigung der Missionarsstellung", [2:16]
Porträt: Wolf Haas, Bremer Literaturpreisträger 2013, [3:52]
Gespräch mit Barbara Lison über den Bremer Literaturpreis 2013, [4:27]
(v.l.n.r.): Michael Sieber, Vorsitzender der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung, Andreas Stichmann, Förderpreisträger, Wolf Haas, Literaturpreisträger, Bürgermeister Jens Böhrnsen
Die Verleihung beider Preise fand am 28. Januar 2013 in der Oberen Halle des Bremer Rathauses statt.
Michael Sieber, Dr. Lothar Müller, Barbara Lison, Dr. Roman Bucheli, Richard Kämmerlings, Dr. Wiebke Porombka, Mag. Dr. Daniela Strigl sowie die Preisträger des Vorjahres: Marlene Streeruwitz und Joachim Meyerhoff.
Der mit 20.000 Euro dotierte Bremer Literaturpreis ist einer der ältesten und bedeutendsten deutschsprachigen Literaturpreise. Er wurde erstmals 1954 vergeben. Zusätzlich wird seit 1977 ein mit 6.000 Euro dotierter Förderpreis verliehen. Er wird seit 2005 von der Öffentlichen Versicherung Bremen (ÖVB) finanziert.
Preisträger seit 1954
Liste in chonologischer Reihenfolge
Rudolf Alexander Schröder
Ausgerechnet ihrem Wirtschaftsressort hat die Stadt Bremen ihren Literaturpreis zu verdanken. Senator Gustav Harmssen will Anfang der Fünfziger Jahre den Beweis gegen die Legende antreten, dass Bremen eine "amusische Stadt der Pfeffersäcke" sei und der Bremer Senat nimmt seine Idee freundlich auf. Im Dezember 1952 beschließt die Deputation für Kunst und Wissenschaft beim Bremer Senat die Stiftung eines Kultur- und Literaturpreises zu beantragen. In den Sechziger Jahren legt der Bremer Senat die Verleihung des Literaturpreises in die Hände der neu gegründeten Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung. Eine unabhängige Jury wird eingesetzt, die im Gegensatz zur vorherigen allein verantwortlich entscheiden kann.
Geschichte des Bremer Literaturpreises
1953 als "Rudolf-Alexander-Schröder-Preis" aus der Taufe gehoben
Literarische Woche: Gier und Gefühl
Der Bremer Literaturpreis
![Logo der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung [Quelle: Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung] Logo der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung [Quelle: Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung]](/kultur/rudolfalexanderschroederstiftung100_v-mediateaser.jpg)
Der Literaturpreis der Stadt Bremen wird seit 1954 jährlich verliehen und zählt zu den bedeutendsten Literaturauszeichnungen Deutschlands.
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