Treffen in Vechta
Die Schausteller fürchten um den Erhalt der kleinen Volksfeste in Deutschland. In den vergangenen zehn Jahren seien schätzungsweise zehn Prozent davon aufgegeben worden, sagte der Präsident des Deutschen Schaustellerbundes, Albert Ritter, vor der Delegiertentagung in Vechta. Das setze vor allem die Familienbetriebe im Schaustellergewerbe unter Druck.
Die deutschen Schausteller sorgen sich um ihre Existenz.
Jedes Jahr besuchen seinen Angaben zufolge 180 Millionen Menschen die mehr als 10.000 Volksfeste in Deutschland, der Gesamtumsatz liegt bei rund zwei Milliarden Euro. Bundesweit gibt es rund 5.000 Schaustellerbetriebe mit etwa 45.000 Beschäftigten.
Zum Sterben der kleineren Volksfeste trage einerseits der Trend zur Privatisierung der Veranstaltungen bei, aber auch die Tendenz, die Kirmesfeste von ihren angestammten Plätzen im Zentrum der Städte und Dörfer an die Ortsränder zu verdrängen. Finanziell sind die Veranstaltungen für die Gemeinden aber durchaus ein Gewinn, weil einer Studie zufolge im Durchschnitt ein Euro pro Besucher als Gewerbesteuer in den Kassen der Kommunen ankommt.
Die Schaustellerbetriebe spüren außerdem den Geburtenrückgang. "Die Betriebe, die Kinderkarussells betreiben, sind die Gebeutelten", sagte Ritter. Es gebe einen deutlichen Trend zu mehr Erlebnisgastronomie auf den Festen. "Wir achten darauf, dass wir familienfreundlich bleiben, wir wollen keine Ballermannisierung", betonte Ritter. Entsprechenden Tendenzen etwa beim Münchner Oktoberfest wolle man entgegenwirken.
Ritter beklagte, dass es seit der Katastrophe bei der Loveparade in Duisburg einen "Aktionismus" bei Sicherheitsbestimmungen gebe. Die Volksfeste mit ihren teilweise mehreren hundert Jahre alten Traditionen seien nicht mit dem Techno-Festival auf dem abgesperrten Eisenbahngelände zu vergleichen. Die Schulung der Schausteller sei auf einem sehr hohen Stand, auch wegen der Aufsicht durch die Berufsgenossenschaft. Die Schausteller hätten selber ein großes Interesse an sicheren Fahrgeschäften, sagte Ritter mit Blick auf Zwischenfälle in den vergangenen Monaten.
Bei dem Unfall auf dem Freimarkt sind neun Menschen verletzt worden.
Bei dem Unfall auf dem Bremer Freimarkt habe den Betreiber keine Schuld getroffen, sondern ein Schweißer habe einen Fehler begangen. Im Herbst 2011 war in Bremen eine Gondel während des Fahrbetriebs abgebrochen. Ein Vorfall in Oldenburg, wo beim Abbauen ein Riesenrad umstürzte, sei ein Arbeitsunfall gewesen. Ob die "Krake" bei der Osterwiese wieder dabei sei, sei noch unklar, sagte die Bremer Marktmeisterin. Noch sei das Fahrgeschäft von der Staatsanwaltschaft nicht wieder zum Betrieb freigegeben. Wann das geschehe, sei noch nicht abzusehen. Auch ihr wäre eine Entscheidung eher früher als später lieb.
Aus für kleine Volksfeste?
Gondel-Halterung der "Krake" war defekt
Unglück auf dem Freimarkt, [4:37]
Ischa Freimaak!
Vom 14. bis zum 30. Oktober 2011 war wieder Freimarkt auf der Bremer Bürgerweide. Mehr...
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Offizielle Freimarkt-Homepage
Termine, Webcam und Fotos vom Freimarkt auf den Seiten der Bremer Schausteller und Marktkaufleute. Mehr...
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Einen detailierten Lageplan finden Sie hier. Dort sind Fahr- und Laufgeschäfte, Ausschankzelte, Polizei, Sanitätsdienst, Kinderfundbüro und Toiletten eingezeichnet. Mehr...
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