Erhöhung der Standgebühren?
Was wäre der Freimarkt ohne Strom? Heutzutage ist das unvorstellbar. 1,5 Millionen Megawattstunden braucht der Freimarkt, damit Lichter erstrahlen, Karussels fahren und Musik erklingen kann. Damit das Stromnetz den steigenden Stromverbrauch auch weiterhin fassen kann, wurde es in diesem Jahr erneuert. Das alte Trafohäuschen wurde abgerissen, neue Kabel verlegt.
Sechs Millionen Euro hat die Sanierung des Stromnetzes gekostet.
Sechs Millionen Euro hat die Stadt Bremen für die Sanierung des Stromnetzes bezahlen müssen und möchte nicht auf allen Kosten allein sitzen bleiben. Deshalb sollen die Standgebühren für die Schausteller angehoben werden, "Pachtanpassung" nennt die Stadt das.
Die Schausteller hingegen sind aber nicht diskussionsbereit, wie Susanne Keuneke, Vorsitzende des Bremer Schaustellerverbandes erklärt: "Es war dringend notwendig, dass die Stadt diese Investition tätigt. Wir sind hier auf einem sehr hohen Niveau bei den Standgebühren, tragen Werbung selbst, haben viele Extrakosten und der Freimarkt hat keine Portokasse, aus der eine solche Stromversorgungssanierung bezahlt werden könne." Schausteller Robrahn pflichtet ihr bei: "Wir haben hohe Stand- und Anschlussgebühren, dann müssen wir auch erwarten können, dass wir eine vernünftige Stromversorgung bekommen." Für sein Fahrgeschäft, das Frisbee, zahlt Robrahn je nach Lage zwischen 6.000 und 8.000 Euro Standgebühren, mit etwa 28.000 Euro Fixkosten rechnet er für dieses Jahr und stellt fest: "Das ist schon grenzwertig, das ist im Rahmen der Zumutbarkeit nicht mehr hinnehmbar."
Schaustellerverbandsvorsitzende Keuneke appelliert an die Stadt, das Geschäft auch von der anderen Seite zu sehen: "Die Stadt sollte auch einmal so argumentieren, dass der Freimarkt mit seinen vier Millionen Besuchern viel Geld in die Stadtkassen spült und bedenken, was passieren würde, wenn es den Freimarkt in seiner jetzigen Form nicht mehr geben würde."
Die Schausteller schalten nicht auf stur, sondern sind zu Verhandlungen bereit. Und auch die Behörde möchte einen Konsens und machte den Schaustellern deswegen ein Gesprächsangebot. Nach dem Freimarkt wollen sich beide Seiten am Verhandlungstisch zu Gesprächen treffen. Doch wie lange es nach einem Konsens ruhig bleiben wird, ist eine andere Frage. Denn schon im nächsten Jahr muss die Wasserversorgung auf der Bürgerweide renoviert werden. Kostenpunkt dieses Unternehmens: Ungefähr 1,7 Millionen Euro.
Wer bezahlt für die Bürgerweide?, [3:50]
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